Fachgruppe Phytopharmazie gewinnt Förderpreis für Komplementärmedizin
Am 3. Dezember 2009 wurde zum zweiten Mal der Schweizer Förderpreis für Komplementärmedizin [foif]x[eis] vergeben. Unter den Preisträgern war auch die Fachgruppe Phytopharmazie vom Institut für Biotechnologie (IBT) der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil. Prof. Dr. Beat Meier, Daniela Spriano und der chinesische Kollege Chu Chen erhielten die Auszeichnung für ihre publizierten Arbeiten, die das Verhalten von potenziell toxischen Substanzen in pflanzlichen Wirkstoffen studierten.
Die wissenschaftlichen Arbeiten des Teams wurden im Mai und November 2009 in den Fachtiteln „Forschende Komplementärmedizin“ und „Planta Medica“ publiziert. Sie befassen sich mit dem Verhalten von potentiell toxischen Substanzen in pflanzlichen Wirkstoffen, welche in Rezepturen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) häufig eingesetzt werden.
Die Autorengruppe konnten aufzeigen, dass sowohl Asaron wie auch Safrol und Methyleugenol bei der traditionellen Zubereitungsmethode des Dekoktierens, (es handelt sich dabei um eine Abkochung, wie sie neben dem Aufguss gelegentlich auch für europäische Tees verwendet wird), so stark abgereichert werden, dass die für pflanzliche Arzneimittel respektive Lebensmittel in Europa geltenden Grenzwerte unterschritten werden. Auch an anderen Beispielen konnten die Spezialisten bestätigen, dass die Theorie - die traditionelle Abkochung sei zur optimalen Verträglichkeit der Zubereitungen essentiell stimmt.
Der Förderpreis für Komplementärmedizin wird jährlich vergeben und ist mit total CHF 11'111.- dotiert. Für die Fachgruppe des IBT ist es bereits der zweite wichtige Preis. Vor zwei Jahren durfte Prof. Dr. Beat Meier den A.Vogel-Preis für seine wissenschaftlichen Leistungen entgegennehmen.
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