Symposiumsbericht - 40 Jahre Deutsche Gesellschaft für Phytotherapie (GPT)
Am Gründungsort Köln fand am Donnerstag, dem 20. Oktober 2011, der Festabend anlässlich des 40jährigen Bestehens der Gesellschaft für Phytotherapie (GPT) statt. Mit einem tollen Blick auf den Kölner Dom wurde nicht nur der 40. Geburtstag der GPT gefeiert, sondern auch Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Fritz H. Kemper für seine Verdienste für die Phytotherapie von verschiedenen Wegbegleitern in eindrücklichen wie persönlichen Ansprachen geehrt. Mit der A-Cappella-Gruppe "Voice Q" wurde der Abend musikalisch auf ganz spezielle Weise umrahmt.
Das Symposium am Freitag war dann dem Thema "Phytotherapie in Lehre und Forschung" gewidmet. Die Lehre der Phytotherapie im Hochschulbereich wurde für die Länder Deutschland (Prof. Dr. Karin Kraft und PD Dr. Werner Knöss), Österreich (Dr. Heribert Pittner) und Schweiz (Dr. Beatrix Falch) dargestellt und ein Defizit (bis Vakuum) in diesem Bereich im Medizinstudium für alle drei Länder ausgemacht. In Deutschland möchte die Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) dieser Situation im Rahmen der Erarbeitung eines nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalogs (NKLM), der die Phytotherapie integriert, entgegenwirken (Prof. Dr. Eckhardt Hahn). Interessante Projekte für einen Phytotherapie-Unterricht für Schüler an der Universität Münster (Prof. Dr. Andreas Hensel) oder als Unterrichtsmodul für den Biologieunterricht (Prof. Dr. Marcus Hammann) sind zukunftsweisende Ansätze, schon bei Kindern das Interesse für die Arzneipflanzen zu wecken. Wie wichtig in der Phytotherapieausbildung auch der praktische Bezug zur Pflanze ist, zeigte sich auch im Beitrag von Dr. Alexander Schenk, der massgeblich an der Entstehung von verschiedenen Arzneipflanzengärten in Deutschland beteiligt ist. Dr. Rainer Stange beleuchtete die Forschungssituation im Bereich Arzneipflanzen, indem er auf Forschungsstrategien, aber auch auf die oft fehlende Finanzierungsmöglichkeiten von Forschungsprojekten hinwies. Und dass pflanzliche Arzneimittel einen wichtigen Stellenwert zur Profilierung der öffentlichen Apotheke einnehmen, zeigte Dr. Sebastian Hose auf.
Die Pausen boten vielfältige Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende zu pflegen und zukunftsorientierte Ideen zu diskutieren.

