Sommerexkursion, Teil 3: Die Merian-Gärten


Der dritte Teil der diesjährigen Sommerexkursion führte uns in die Merian-Gärten. Inmitten der gewachsenen Stadt Basel und deren Agglomeration befindet sich diese Idylle, die aus einem Landwirtschaftsbetrieb des 19. Jahrhunderts hervorgegangen ist und heute als botanischer Garten am Stadtrand von Basel einen einzigartigen Rückzugsort für Mensch und Natur im wachsenden städtischen Umfeld bietet. Der Garten wird vielfältig genutzt – auch für Hochzeiten, wie wir beobachten konnten. Auf viel Interesse unsererseits stiess der Arzneipflanzengarten mit seiner Vielfalt und Blütenpracht. Es gab einiges zu entdecken, auch Pflanzen, die in unseren Bereichen eher selten zu sehen sind, so der russische Ginseng, auch Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) genannt. Eindrückliche Etappenorte auf der neunzigminütigen Führung waren zudem die Clematis-Sammlung, der Trockenhain mit spezieller Flora (viele Duftpflanzen) und die Trockenwiese, die für die Biodiversität wichtig ist. Zum Abschluss ergab sich der Blick auf die englische Gartenanlage rund um die Villa Merian, die heute ein beliebter Ort für eine kleine Rast, aber auch für Tagungen und Seminare ist. Der junge Agronom Christoph Merian hatte 1824 den Grundstein gelegt, indem er einen damals modernen Landwirtschaftsbetrieb aufbaute. Seine Ehe mit Margareta Burckhardt blieb kinderlos, letztere überlebte ihren Gemahl um dreissig Jahre und überführte das ganze Arreal am Ende des 19. Jahrhunderst in eine bis heute lebendige Stiftung. Diese sorgt bis dafür, dass in der jahrtausendalten Flusslandschaft der Birs ein Refugium der Natur und der Botanik erhalten bleibt.