Pharmako-botanische Exkursion der SMGP, Do/Fr, 21./22. Juni 2001
Emmental / Entlebuch


Donnerstag, 21. Juni 2001
An-/Rückreise: individuell - ev. in Absprache mit anderen Teilnehmer/Innen gemäss provisorischer Liste! Für PW sind Do+Fr an allen Stationen der Exkursion Parkplätze vorhanden.
Abfahrt (ö.V.): 9.15h Bus Nr.1 ab Bahnhof Burgdorf, bei Foto Leuzinger, nach Oberburg/ Tschamerie (Endstation)
Treffpunkt: 9.30h PHYTOMED AG, Tschamerie, Hasle/Burgdorf

Führung durch die PHYTOMED AG, Hasle/Burgdorf
Schwerpunkte: Herstellung und Qualitätskontrolle traditioneller Urtinkturen.
Ausblick auf standardisierte Phytopharmaka der näheren Zukunft.
Das Hauptgebäude der Phytomed AG in Hasle/Burgdorf.

Kontakt: E-Mail
Eine Echinacea-Ernte wird angeliefert.
Mittagessen, offeriert von der PHYTOMED AG

Arzneipflanzen-Anbau: Besuch auf dem nahen Biobetrieb der Familie Marti, Oberburg, wo ein grosser Teil der PHYTOMED-Pflanzen angebaut werden. Wir begegnen über 50 Arzneipflanzen im Anbau.
Biobetrieb von H.+L. Marti, Kräuteranbau, Oberburg.

Kontakt: E-Mail

www.martis-kraeuter.ch
Wermuth, Artemisia absynthium Johanniskraut und Königskerzen Calendula officinalis Blick in ein Blüten-körbchen von Calendula officinalis
Ende ca.16h Fahrt per PW nach Flühli, Abend zur freien Verfügung:
- Angebot: Salix-Workshop vor dem Abendessen:
Botanischer Salix-Workshop mit R. Bolli, Dr.phil.II, ca.1 Std. an der Waldemme. Ohne zu stark ins Spezialistenwissen einzudringen, widmen wir uns den biologischen und ökologischen Besonderheiten der Weiden an Fliessgewässern. Wir lernen die häufigsten Weidenarten kennen und werden mit der Hybridproblematik konfrontiert. Wir diskutieren die natürliche Variation der Inhaltsstoffe, aktuelle Standardisierungsmethoden und wirksame Salix-Zubereitungen.


Links:Gebirgsweide (Salix sp.) mit Fruchtbeständen. Nur einzelne mitteleuropäische Weidenarten enthalten hohe Mengen wirksamer Salicylate in Blättern und Rinde.
- Abendessen im Hotel Kurhaus
- Uebernachtung in Flühli, Hotel Kurhaus oder Hotel Stutz
Die beiden Hotels liegen 5 Gehminuten auseinander.

Freitag, 22. Juni 2001 (auf 25 TeilnehmerInnen beschränkt)
SBB-Fahrplan für Anreise Freitag (evtl.Fahrplanwechsel beachten):
Bern ab 7.43h Schüpfheim an 8.30h
Luzern ab 7.33h Schüpfheim an 8.14h
Treffpunkt im Postauto für TeilnehmerInnen ohne Uebernachtung in Flühli:
Abfahrt Postauto: 8.34 h ab Schüpfheim, nach Flühli-Sörenberg
Zustieg Postauto: für TeilnehmerInnen mit Uebernachtung in Flühli:
8.44 h Flühli Post, nach Sörenberg
Ausrüstung: Allwettertaugliche Wanderausrüstung, Regenschutz, gutes Schuhwerk (nasse Wege und wassergesättigte Böden!) Feldstecher, Lupe, Pflanzenbuch nach Wahl. Picknick aus dem Rucksack (auf Wunsch vom Hotel bereitgestellt).
Exkursion im zukünftigen Biosphärenreservat Entlebuch, Leitung R.Bolli
Arzneipflanzen montaner und subalpiner Feuchtwiesen und Wälder, Anpassungen von Pflanzen an feuchte Lebensräume, Waldmoore.
Route: Sörenberg (1160m) – Hagleren (1800m) – Junkholz/Gloggenmatt (1200m) – Flühli (890m). Wanderstrecke: ca. 15km. LK 1:25’000 Sörenberg, Blatt 1189 oder 1:50’000 Escholzmatt, Blatt 244. Der rund 2-stündige Aufstieg auf die Hagleren lohnt sich: Die Landschaftskammer, die sich im obwaldnerisch-luzernischen Grenzgebiet nordwärts Richtung Fürstein und Schwändiliflue öffnet, lässt uns erahnen, wie die Schweizer Voralpen noch vor der Besiedlung durch den Menschen aussahen. Dank verhältnismässig kurzer Wanderstrecke bleibt viel Zeit, in verschiedenen Lebensräumen die Natur zu geniessen, zu botanisieren und zu diskutieren.
Biosphärenreservat Entlebuch, Hagleren und Nünalpstock Moorlandschaftskammer Rohrblattli mit Looegg- und Haldimatstock-Grat
Mooskissen im Moorwald
Sauergräser, Moose und Schachtelhalme im Herbstmoor
Spierstaude, Filipendula ulmaria Quendel, Thymus serpyllum

Ende der Exkursion: zwischen 17.00h und 18.00h in Flühli (Hotel, Parkplatz)
Rückkehr nach Schüpfheim- Bern/Luzern: Postauto Flühli ab 17.10h resp.18.10h

Durchführung der pharmako-botanischen Exkursion bei jeder Witterung (mit Anpassungen).