Kurs 1 Grundkurs 8.6.-10.6.2006
"Erlebnistage Phytotherapie
"

Verantwortlich für Programm und Inhalt: Weiter- und Fortbildungskommission SMGP
Medizin: Prof. Dr. Reinhard Saller, Universität Zürich, Peter Frey, med. pract., Richterswil
Pharmazie: Prof. Dr. Beat Meier, Brütten, Dr. Beatrix Falch, Zürich
Kursleitung: Prof. Dr. Beat Meier, SMGP und Hochschule Wädenswil
Rita Marusic, Locarno
Peter Frey, med pract, Richterswil
Kursort: Hotel Edelweiss in Engelberg, Tel. 041 6397878. Fax: 0416397888

Maximale Teilnehmerzahl 30. Teilnehmerliste wird nach Eingang der Anmeldungen erstellt.
Der Kurs wird durchgeführt. Anmeldungen sind bis auf weiteres möglich.

Anreise am Vortag oder per Bahn via Luzern. Luzern ab jeweils X.41, Engelberg an (X+1).42. Planung ist ausgerichtet auf Zug Luzern ab 09.41, Engelberg an 10.42.

Ausbildungsziele gemäss „Richtlinien SMGP-Ausbildung in Phytotherapie: Phytotherapie-Zertifikat SMGP"

Lernziel:
Kenntnisse über die für die Ärztin und für die Apothekerin wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur, d.h. deren Botanik sowie deren Wirkungsweise. Befähigung, die wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur wiederzuerkennen und unter Berücksichtigung des Artenschutzes (Nachhaltigkeit) diese zu sammeln und zu verarbeiten. Kennen von grundlegenden analytische Methoden/Prinzipien in der Phytotherapie (z.B. Standardisierung). Erlernen der Herstellung von in der Phytotherapie wichtigen galenischen Formen. Beherrschen des Rezeptierens von Phytotherapeutika und die Versicherungsleistungen durch die Krankenkassen sowie Listeneinteilung der Phytopharmaka kennen. Befähigung ein eigenes phytotherapeutisches Grundsortiment zusammenzustellen.

Lerninhalt:
Die wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur erkennen; nachhaltige Sammeltechnik; sekundäre Stoffwechselprodukte von Pflanzen; Verarbeitung/Zubereitungen von Arzneipflanzen sowie deren Wirkungsweise und Anwendungsgebiete; Definition pflanzliche Heilmittel; Herstellung der in der Phytotherapie wichtigen galenischen Formen; Stellung der Phytotherapie im gesamten therapeutischen Konzept; Darstellung verschiedener Zugänge zur Phytotherapie (darunter obligatorisch die naturwissenschaftlich-analytische – EBM – sowie die traditionell-europäisch-naturheilkundliche); formelle/rechtliche Grundlage zur korrekten Durchführung der Phytotherapie in der Praxis (Listen-Einteilung der Phytopharmaka, ALT-Liste; Rezeptieren, Versicherungsleistungen der Krankenkassen).

Zeit Thema ReferentIn
Do 08. 06.06 Thematik: Grundlagen der Phytotherapie im Hinblick auf ein Grundsortiment
Die Arzneipflanze: Botanik, Qualität, Anwendung, Tradition

11.15-12.00 Phytotherapie zwischen Tradition und Evidence Based Medicine B. Meier
12.00-12.45 Wie erarbeite ich ein Grundsortiment? Pragmatische Ansätze R. Saller
13.00-14.15 Mittagessen
14.30-19.00 Pharmakobotanische Exkursion
Studium ausgewählter Arzneipflanzen des Grundsortiments (ca. 20) an ihrem natürlichen Standort. Inhaltsstoffe. Anwendung. Möglichkeiten und Grenzen von eigenen Zubereitungen aus frischen Pflanzen. Sammeltechniken. Toxikologie. Erfahrungsaustausch.
R. Marusic,
B. Meier
19.30-20.30 Nachtessen
20.45-21.30 Anwendungspraxis Grundsortiment:
Drogensammlung, Spezialitäten.
R. Marusic,
B. Meier
und TeilnehmerInnen
Fr 09. 06.06 Thematik: Qualität und Herstellung pflanzlicher Arzneimittel, Kooperation ÄrztInnen/ ApothekerInnen, Rezeptieren, Phytotherapie in der Sozialversicherung, Literatur
09.00-10.00 Industrielle Produktion pflanzlicher Arzneimittel
Standardisierung, von Charge zu Charge gleich, Pharmakologie und Klinik am Beispiel von Johanniskraut
B. Meier
10.00-10.30 Grundkenntnisse zur Herstellung pflanzlicher Zubereitungen
Begriffe, Definitionen, Droge-/Extraktverhältnis, Dosierungen, Monographien. Grundlagen: Europäische Pharmakopöe, ESCOP-Monographien, Monographien der Kommission E.
B. Meier
11.00-11.45 Die pharmazeutische Verarbeitung von Arzneipflanzen
Ausgangsmaterial, Analysenzertifikate, Perkolation, Mazeration, Tinkturen, Anforderungen an „forte“ Phytopharmaka.
R. Steiner
12.00-12.45 Dienstleistungen einer phytotherapeutisch orientierten Apotheke
Gesetzliche Ausgangslage zur Herstellung kleiner Mengen und von Rezepturen, GMP, Dokumentation, Lagerhaltung, Zusammenarbeit
R. Marusic
12.45-14.15 Mittagessen
15.00-17.00 Die pharmazeutische Verarbeitung in der Praxis
Demonstrationen zu den Themen vom Morgen: Extraktion, Verarbeitung von Extrakten, Analytik
Ch Züllig
Ricarda Böhme
17.00-18.00 Die Kunst des Rezeptierens
Magistralrezepturen, Grundlagen für Dermatica und Suppositorien, Rezeptieren und Taxieren mit ALT. Mit Übungen.
R. Marusic
18.00-18.30 Phytotherapie im Umfeld des Krankenversicherungsgesetzes
Grundversicherung: Spezialitätenliste,Tarmed, Zusatzversicherungen
Literatur: Komplementärmedizin und Krankenversicherung (wird abgegeben)
Zertifikat SMGP/Fähigkeitsausweis FPH
B. Meier
18.30 Nachtessen
20.00-21.00 Bücher- und Medienmarkt
TeilnehmerInnen und ReferentInnen präsentieren ihre Informationsquellen
alle
Sa 10. 06.06 Thematik: Grundstrukturen zukünftiger Anwendungspraxis
08.30-09.15 Mein Zugang zur Phytotherapie P. Frey
09.15-10.15 Gruppen- oder Einzelarbeit: (Änderungen vorbehalten)
Thema 1: Bearbeiten von Fallbeispielen
Thema 2: Diskussion von Fallbeispielen aus der CD „Medizinalpflanzen interaktiv erleben“
Thema 3: Mein Grundsortiment ab 10.6.2004
alle
10.30-12.00 Präsentation und Auswertung der Gruppen- und Einzelarbeiten. alle, Moderation P. Frey
12.00-12.30 Schlussdiskussion P. Frey, B. Meier
danach Mittagessen (freiwillig)

Rückreise: Engelberg ab 13.15/14.15 usw, alle Stunden, Luzern an 14.19/15.19

Referenten/Referentinnen
Peter Frey, med pract., 8805 Richterswil
Rita Marusic-Bubenhofer, 6600 Locarno
Prof Dr Beat Meier, Präsident SMGP, 8311 Brütten
Prof Dr med Reinhard Saller, Abteilung für Naturheilkunde, Universitätsspital, Zürich
Rudolf Steiner, Bioforce AG, Roggwil
Christoph Züllig und Ricarda Böhme, Herbamed AG, 9055 Bühler

Sponsoren
Bioforce AG, Roggwil. www.bioforce.ch
Herbamed AG, Bühler. www.herbamed.ch
Zeller Medical AG, Romanshorn. www.zellerag.ch

Sektretariat/Administration
Frau Irene Tinguely
c/o Hochschule Wädenswil, Grüental, Postfach 335, 8820 Wädenswil
kurse-smgp@hsw.ch
Tel 044 7899980
Fax 044 7899950

Anmeldung vorzugsweise über www.smgp.ch oder per e-Mail/schriftlich an obige Adresse unter Angabe von Namen, vollständiger Adresse, Status Mitgliedschaft, Beruf sowie Telefon/e-mail.

Gebühren:
Mitglieder SFr. 550.--; Studierende der Pharmazie und Medizin SFr. 150.--; Nichtmitglieder SFr. 750.--
Die Rechnungsstellung erfolgt nach der schriftlichen Anmeldung.
Die Hotel- und Reisekosten sind im Preis nicht inbegriffen.

Der Kurs wird durchgeführt von der SMGP in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wädenswil.

Die Anmeldungsbestätigung erfolgt ca. 3 Wochen vor dem Kurs. Die Kursgelder werden nach erfolgter Anmeldung in Rechnung gestellt. Bei schriftlicher oder telefonischer Abmeldung weniger als zwei Wochen vor dem Kurs erfolgt eine Rückerstattung von 50%. Ohne Absage erfolgt keine Rückerstattung. In beiden Fällen wird eine Kursdokumentation nachgeliefert.
Weitere Informationen, insbesondere zu Hotel und Anreise, folgen ca. 1 Monat vor dem Kurs
Die Teilnehmerinnenzahl ist auf 30 beschränkt, Mindestteilnehmerzahl 15. Teilnehmerliste wird nach Eingang der Anmeldungen erstellt. Anmeldeschluss: 30.4.2006. Am 2. Mai wird über die Durchführung entschieden.