Kurs 1 (Grundkurs) 7.6.-9.6.2007
"Erlebnistage Phytotherapie
"

Verantwortlich für Programm und Inhalt: Weiter- und Fortbildungskommission SMGP
Medizin: Prof. Dr. Reinhard Saller, Universität Zürich, Peter Frey, med. pract., Richterswil, Dr. med. Valerio Rosinus (Vertreter SGAM), Zürich
Pharmazie: Prof. Dr. Beat Meier, Brütten, Dr. Beatrix Falch, Zürich
Kursleitung: Prof. Dr. Beat Meier, SMGP und Hochschule Wädenswil, Rita Marusic, Locarno, Peter Frey, med pract, Richterswil
Kursort: Hotel Edelweiss in Engelberg, Tel. 041 6397878. Fax: 0416397888

Maximale Teilnehmerzahl 30. Teilnehmerliste wird nach Eingang der Anmeldungen erstellt.

Anreise am Vortag oder per Bahn via Luzern. Luzern ab jeweils X.41, Engelberg an (X+1).42. Planung ist ausgerichtet auf Zug Luzern ab 09.41, Engelberg an 10.42.

Ausbildungsziele gemäss „Richtlinien SMGP-Ausbildung in Phytotherapie: Phytotherapie-Zertifikat SMGP"
Lernziel:
Kenntnisse über die für Ärzte und für Apotheker wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur, d.h. deren Botanik sowie deren Wirkungsweise. Befähigung, die wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur wiederzuerkennen und unter Berücksichtigung des Artenschutzes (Nachhaltigkeit) diese zu sammeln und zu verarbeiten. Kennen von grundlegenden analytische Methoden/Prinzipien in der Phytotherapie (z.B. Standardisierung). Erlernen der Herstellung von in der Phytotherapie wichtigen galenischen Formen. Beherrschen des Rezeptierens von Phytotherapeutika und die Versicherungsleistungen durch die Krankenkassen sowie Listeneinteilung der Phytopharmaka kennen. Befähigung ein eigenes phytotherapeutisches Grundsortiment zusammenzustellen.
Lerninhalt:
Die wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur erkennen; nachhaltige Sammeltechnik; sekundäre Stoffwechselprodukte von Pflanzen; Verarbeitung/Zubereitungen von Arzneipflanzen sowie deren Wirkungsweise und Anwendungsgebiete; Definition pflanzliche Heilmittel; Herstellung der in der Phytotherapie wichtigen galenischen Formen; Stellung der Phytotherapie im gesamten therapeutischen Konzept; Darstellung verschiedener Zugänge zur Phytotherapie (darunter obligatorisch die naturwissenschaftlich-analytische – EBM – sowie die traditionell-europäisch-naturheilkundliche); formelle/rechtliche Grundlage zur korrekten Durchführung der Phytotherapie in der Praxis (Listen-Einteilung der Phytopharmaka, ALT-Liste; Rezeptieren, Versicherungsleistungen der Krankenkassen).

Zeit Thema ReferentIn
Do 07.06.07 Thematik: Grundlagen der Phytotherapie im Hinblick auf ein Grundsortiment
Die Arzneipflanze: Botanik, Qualität, Anwendung, Tradition

11.15-12.00 Phytotherapie zwischen Tradition und Evidence Based Medicine B. Meier
12.00-12.45 Wie erarbeite ich ein Grundsortiment? Pragmatische Ansätze R. Saller
13.00-14.15 Mittagessen
14.30-19.00 Pharmakobotanische Exkursion
Studium ausgewählter Arzneipflanzen des Grundsortiments (ca. 20) an ihrem natürlichen Standort. Inhaltsstoffe. Anwendung. Möglichkeiten und Grenzen von eigenen Zubereitungen aus frischen Pflanzen. Sammeltechniken. Toxikologie. Erfahrungsaustausch.
R. Marusic,
B. Meier
19.30-20.30 Nachtessen
21.00-22.00 Video: Bedrohte Pflanzenmedizin mit Diskussion B. Meier
Fr 08.06.07 Thematik: Qualität und Herstellung pflanzlicher Arzneimittel, Kooperation ÄrztInnen/ ApothekerInnen, Rezeptieren, Phytotherapie in der Sozialversicherung, Literatur
09.00-10.00 Industrielle Produktion pflanzlicher Arzneimittel
Standardisierung, von Charge zu Charge gleich, Pharmakologie und Klinik am Beispiel von Johanniskraut
B. Meier
10.00-10.30 Grundkenntnisse zur Herstellung pflanzlicher Zubereitungen
Begriffe, Definitionen, Droge-/Extraktverhältnis, Dosierungen, Monographien. Grundlagen: Europäische Pharmakopöe, ESCOP-Monographien, Monographien der Kommission E.
B. Meier
11.00-11.45 Die pharmazeutische Verarbeitung von Arzneipflanzen
Ausgangsmaterial, Analysenzertifikate, Perkolation, Mazeration, Tinkturen, Anforderungen an „forte“ Phytopharmaka.
R. Steiner
12.00-12.45 Dienstleistungen einer phytotherapeutisch orientierten Apotheke
Gesetzliche Ausgangslage zur Herstellung kleiner Mengen und von Rezepturen, GMP, Dokumentation, Lagerhaltung, Zusammenarbeit
R. Marusic
12.45-14.15 Mittagessen
15.00-17.00 Die pharmazeutische Verarbeitung in der Praxis
Demonstrationen zu den Themen vom Morgen: Extraktion, Verarbeitung von Extrakten, Analytik
Ch. Züllig
R. Böhme
17.00-18.00 Die Kunst des Rezeptierens
Magistralrezepturen, Grundlagen für Dermatica und Suppositorien, Rezeptieren und Taxieren mit ALT. Mit Übungen.
R. Marusic

Phytotherapie im Umfeld des Krankenversicherungsgesetzes
Grundversicherung: Spezialitätenliste,Tarmed, Zusatzversicherungen
Literatur: Komplementärmedizin und Krankenversicherung (wird abgegeben)
Zertifikat SMGP/Fähigkeitsausweis FPH
B. Meier
18.30 Nachtessen
20.00-21.00 Bücher- und Medienmarkt
TeilnehmerInnen und ReferentInnen präsentieren ihre Informationsquellen
alle
Sa 09.06.07 Thematik: Anwendungspraxis
08.30-09.15 Mein Zugang zur Phytotherapie P. Frey
09.15-10.15 Gruppen- oder Einzelarbeit: (Änderungen vorbehalten)
Thema 1: Bearbeiten von Fallbeispielen
Thema 2: Diskussion von Fallbeispielen aus der CD „Medizinalpflanzen interaktiv erleben“
Thema 3: Mein Grundsortiment ab 10.6.2004
Thema 4: Anwendungen in der Tiermedizin

Peter Frey
Beat Meier
Alle
Rita Marusic
10.30-12.00 Präsentation und Auswertung der Gruppen- und Einzelarbeiten. alle, Moderation P. Frey
12.00-12.30 Schlussdiskussion P. Frey, B. Meier
danach Lunch (freiwillig; Lunchpakete zum Mitnehmen verfügbar)

Rückreise: Engelberg ab 13.15/14.15 usw, alle Stunden, Luzern an 14.19/15.19

Referenten/Referentinnen
Peter Frey, med pract., 8805 Richterswil
Rita Marusic-Bubenhofer, 6600 Locarno
Prof Dr Beat Meier, Präsident SMGP, 8311 Brütten
Prof Dr med Reinhard Saller, Abteilung für Naturheilkunde, Universitätsspital, Zürich
Rudolf Steiner, Bioforce AG, Roggwil
Christoph Züllig und Ricarda Böhme, Herbamed AG, 9055 Bühler

Sponsoren
Bioforce AG, Roggwil. www.bioforce.ch
Herbamed AG, Bühler. www.herbamed.ch
Zeller Medical AG, Romanshorn. www.zellerag.ch

Sektretariat/Administration
Frau Irene Tinguely
c/o Hochschule Wädenswil, Grüental, Postfach 335, 8820 Wädenswil
kurse-smgp@hsw.ch
Tel 044 7899980
Fax 044 7899950

Anmeldung vorzugsweise über www.smgp.ch oder per e-Mail/schriftlich an obige Adresse unter Angabe von Namen, vollständiger Adresse, Status Mitgliedschaft, Beruf sowie Telefon/e-mail.

Gebühren:
Mitglieder SFr. 550.--; Studierende der Pharmazie und Medizin SFr. 150.--; Nichtmitglieder SFr. 750.--
Sonderpreis zum Schnuppern (erste Teilnahme an einer SMGP-Veranstaltung): SFr. 550.--
Die Rechnungsstellung erfolgt nach der schriftlichen Anmeldung.
Die Hotel- und Reisekosten sind im Preis nicht inbegriffen.
Diese betragen inklusive Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Lunchpaket)
EZ/Dusche für 2 Nächte 346.00/ für 3 Nächte 479.00 CHF
DZ/Dusche für 2 Nächte 314.00/ für 3 Nächte 431.00 CHF (jeweils pro Person).

Der Kurs wird durchgeführt von der SMGP in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wädenswil.

Da die Durchführung von der Anzahl der Anmeldungen abhängt, bitten wir dringendst darum, eine Anmeldung als definitiv zu betrachten.
Die Anmeldungsbestätigung erfolgt nach dem Entscheid, ob der Kurs durchgeführt wird. Die Kursgelder werden mit der Bestätigung in Rechnung gestellt. Bei schriftlicher oder telefonischer Abmeldung weniger als zwei Wochen vor dem Kurs erfolgt eine Rückerstattung von 50%. Ohne Absage erfolgt keine Rückerstattung. In beiden Fällen wird eine Kursdokumentation nachgeliefert. Da die Durchführung von der Anzahl der Anmeldungen abhängt, bitten wir dringendst darum, eine Anmeldung als definitiv zu betrachten.

Weitere Informationen, insbesondere zu Hotel und Anreise, folgen ca. 1 Monat vor dem Kurs.
Die Teilnehmerinnenzahl ist auf 30 beschränkt, Mindestteilnehmerzahl 15. Wenn 20 Anmeldungen vorliegen wird der Kurs definitiv durchgeführt. Teilnehmerliste wird nach Eingang der Anmeldungen erstellt.
Anmeldeschluss: 15.4.2007.