Jahresbericht 1998

Zuversichtlich ins Jubiläumsjahr

Die SMGP darf zuversichtlich und optimistisch ihrem Jubiläumsjahr - am 12.11.1998 wird der zehnte Geburtstag gefeiert - entgegenblicken. Im Berichtsjahr zeigte die hohe Beteiligung an der Jahrestagung trotz risikoreichem Thema ("ätherische Öle - Aromatherapie) und an sämtlichen Kursen das weiterhin wachsende Interesse an der Phytotherapie.
Diesem Interesse verdankt die SMGP einen ausgezeichneten Jahresabschluss, der natürlich auch den treuen Sponsoren zu verdanken ist. Trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden wir weiterhin grosszügig unterstützt. Die SMGP versuchte entsprechende Gegenleistungen zu erbringen.

Mit der Lancierung des Phyto-Digest hat die SMGP ihre Öffentlichkeitspräsenz massiv verstärkt. Die Zahl der Mitglieder wächst - nicht allzu schnell, aber stetig.

Vorstand

Die Kontinuität im Vorstand blieb weitgehend gewahrt, sodass die anstehenden Arbeiten mit viel Engagement und Inititative bewältigt werden konnten. Christoph Bachmann ersetzte im November nach der Hauptversammlung Klemens Brühwiler und übernahm gleich ein schwieriges Projekt, die Erstellung eines neuen Leitbildes. Eine ausserordentliche und vier ordentliche abendliche Vorstandssitzungen wurden benötigt, um die anstehenden Geschäfte zu besprechen.

Im August 1997 stand die Lancierung des Phyto-Digest zur Diskussion. Ein Redaktionsstatut wurde erarbeitet. Danach wurde ein Reglement für die ethische Kommission verabschiedet. Dieses wurde von Vereinsmitglied und neuem Kommissionspräsidenten Jean-Michel Jeannin erarbeitet. Danach standen die Arbeiten am Leitbild im Vordergrund.

Im Übergang zum neuen Vereinsjahr wurde die SMGP-Homepage sowie das Reglement für einen Fertigkeitsausweis Phytotherapie zuhanden der FMH schwerpunktmässig behandelt.

Die SMGP hat Stellung genommen zu einem Grundlagenpapier Studienreform Pharmazie und auf breiter Basis gegen das Auslassen des Fachgebiets Pharmazeutische Biologie respektive Pharmakognosie/Phytochemie protestiert.

Auf eine Stellungsnahme zur Gentech-Initiative hat die SMGP bewusst verzichtet und sich nur indirekt über das FFG geäussert. Die SMGP wurde aufgefordert an der Vernehmlassung zur Gesetzgebung Gentechnologie mitzumachen. Aus Kapazitätsgründen wurde darauf verzichtet. Für alle Aufgaben, die innerhalb der SMGP angefallen sind, konnten aus dem Verein Mitglieder gewonnen werden.

Mitglieder

Ressortleitung: E. Bacs
Die Zahl der Mitglieder hat die Zahl von 250 überschritten. Eine etwas rasantere Entwicklung wäre wünschenswert. Austritte sind nach wie vor selten, in diesem Jahr aber doch etwas häufiger geworden. Wachsendes Interesse wird aus Deutschland beobachtet. Vom Sekretariat und vom Präsidenten wird jede Möglichkeit genützt mit dem Folder "Die SMGP stellt sich vor" Mitglieder zu werben. Intensive Werbekampagnen würden grössere Mittel verschlingen, ohne dass eine Erfolgsgewähr erfolgen kann. Persönliche Werbung ist nach wie vor die Beste. Sie sollte auf allen Stufen intensiviert werden. Ein vermehrtes Engagement der Sponsorfirmen über Ihre Aussendienste wäre sehr wünschenswert. Der Aufbau einer Sektion in der französisch-sprachigen Schweiz wäre ebenfalls wünschenswert, wurde jedoch aus Kapazitäts-gründen auch in diesem Jahr nicht in Angriff genommen. Die Mitglieder werden alle zwei Monate über die Vereinszeitschrift Forschende Komplementärmedizin informiert, sie erhielten zudem zum Jahreswechsel ein persönliches Schreiben zusammen mit dem Protokoll der Hauptversammlung.

Public Relation
Ressortleitung (ab 1999): Christoph Bachmann
Das Ressort verfolgt folgende Ziele:
Phytotherapie bekannt machen
Ausbildungsprogramm SMGP und Tagung bekannt machen
Mitgliederwerbung
Dank der Starthilfe der Firma Zeller konnte der Phyto-Digest gestartet werden. Valerio Rosinus übernahm die Aufgabe den Vorstand im Redaktionsausschuss zu vertreten. Im Vereinsjahr erschien eine zweite und dritte Ausgabe. Die Zukunft des Phyto-Digest ist gesichert, da unsere Hauptsponsoren Zeller Medical, Novartis und Bioforce weiterhin finanziell hinter dem Projekt stehen. Es ist schwierig die Beachtung des Phyto-Digest zu messen. Immerhin sind Signale vorhanden, dass damit die SMGP in Politik und Behörden bekannter wird.Im Herbst 1997 nahm die SMGP zum letzen Mal an den Gesundheitstagen in Solothurn teil. Diese haben sich stark von der ärztlichen zur paramedizinischen Schiene hin bewegt. Ohne aufwendigen Stand mit audiovisuellen und praktischen Darbietungen ist an dieser Ausstellung keine Resonanz mehr zu erzielen. Das Zielpublikum entspricht nicht den Strukturen der SMGP. Auf eine weitere Beteiligung wurde deshalb verzichtet.

Strategien in diesem Ressort werden in Zukunft auf der Basis des neuen Leitbildes erarbeitet, weshalb Christoph Bachmann schwergewichtig daran gearbeitet hat.

Ausbildung
Ressortleitung: B. Meier, K. Brühwiler
Der vierte Ausbildungsgang wurde gestartet. Die Kurse waren alle gut besucht, nicht zuletzt dank der Werbung von E. Bacs, die anhand unserer Kursteilnehmerdatenbank die Mitglieder spezifisch darauf hinweist, wenn ihnen der bevorstehende Kurs noch fehlt. Die Kursgebühren wurden wie angekündigt leicht angehoben: Die Kurse sollen auch in Zukunft durch die Teilnehmer finanziert werden und einen Ertrag zur Finanzierung des Sekretariates erbringen. In Zukunft wird ein zehnter Kurs zum Thema Dermatologie etabliert. Eine Aufwertung der Ausbildung steht bevor, da der Fertigkeitsausweis, zu dem das derzeitige SMGP-Zertifikat demnächst umgewandelt wird, es insbesondere den Ärztinnen und Ärzten
ermöglichen wird phytotherapeutische Behandlungen und Beratungen ab 1.7. 1999 über die Grundversicherung abzurechnen. Noch sind die Ausführungsbestimmungen dazu nicht genau definiert, die SMGP wird rechtzeitig informieren.

Weiterbildung
Ressortleitung: A. Abegg
Es fand eine kombinierte Veranstaltung Firmenbesuch/pharmakobotanische
Exkursion statt. In den Appenzeller Bergen und bei der Bioforce erlebte
eine stattliche Anzahl von Mitgliedern zwei prächtige Tage. Die perfekte
Organisation durch die Bioforce und die kundige pharmako-botanische
Führung von unserem Mitglied Andreas Lenherr verdanken wir herzlich.

Tagung
Ressortleitung: B. Meier
Die zwölfte Jahrestagung für Phytotherapie am 13.11.1997 in Baden
übertraf alle Erwartungen. Gegen 200 TeilnehmerInnen informierten sich
in Baden über die therapeutischen Möglichkeiten mit ätherischen
ölen, sonst eher am Rand stehenden Zubereitungen aus Pflanzen.
Zahlreiche neue Kontakte, insbesondere auf Aussteller und Inserentenebene,
konnten geknüpft werden. Dank dem Engagement von Frau Pfister-Hotz,
einer Medizinerin, die sich wissenschaftsjournalistisch betätigt, konnte
ein Tagungsbericht der Presse angeboten werden. Der Artikel erschien in
zum Teil unterschiedlichen Fassungen in verschiedensten Zeitschriften,
verstreut über fast sieben Monate. Besonders prominent wurde die Arbeit
in der Schweizer Apothekerzeitung, zusammen mit dem Vortragsmanuskript von
Frau Dr Stahl-Biskup aus Hamburg, und in der Zeitschrift für
Phytotherapie sowie in der Zeitschrift für Ganzheitsmedizin plaziert.
Die Bioforce verlieh an der Tagung 1997 zum ersten Mal den schon vor
einiger Zeit angekündigten Alfred-Vogel-Preis. In der Preiskommission
amtete das SMGP-Mitglied T. Hajto für die SMGP, Doris Ballinari als SMGP-
Mitglied für den Schweizer Apotheker-Verein.

Vereinsnachrichten in "Forschende Komplementärmedizin"
Ressortleitung: M. Mennet-von Eiff
Auch im dritten Jahr gab es kaum Probleme die Vereinsnachrichten zu
füllen. Aus der einen geplanten sind nun regelmässig zwei Seiten
geworden. Die Themen waren recht vielfältig: Eine SMGP-
Preisvergleichsstudie Phytopharmaka/Synthetika von Christoph Bachmann, der
Bericht über unsere Tagung, ein Forschungsbericht von unseren
Mitgliedern M. Lampert und W. Schaffner aus der Universität Basel zu
Mahonia aquifolia, Kommentare zur Bedeutung des Fachbereichs
pharmazeutische Biologie in der Pharmazie sowie Kommentare des
Präsidenten zur Situation, insbesondere zur Aufnahme von neuen
Phytopharmaka in die SL, wurden publiziert. Ergänzend dazu
Gesellschaftsinformationen wie neue Mitglieder, Vorstandsadressen und
Ankündigungen von Kursen und Tagung.


Finanzen
Ressortleitung: A. Abegg
Die SMGP hat die Kosten im Griff und konnte dank guten Ergebnissen bei der
Tagung und den Kursen das Vermögen vermehren. Dies ermöglicht es im
Jahr 1998/99 auf der Ausgabenseite etwas grosszügiger zu budgetieren.
Das Spesen- und Entschädigungsreglement bewährte sich. Demnach werden
Tagung und Kurse nicht mehr via eine Stunden- sondern über eine fixe
Entschädigung abgerechnet. Die Entschädigungen für den Vorstand
bewegen sich auf tiefer Ebene, weil sehr viel ehrenamtliche Arbeit
geleistet und die vorgesehenen Sitzungsgelder oft nicht beansprucht werden.
Für 1.7.1998 wurde ein neuer Vertrag mit Frau E.Bacs ausgearbeitet.
Dieser wird der gewachsenen Organisation gerecht und beinhaltet auch eine
Ertragsbeteiligung von Frau Bacs bei Tagung und Kursen, da es insbesondere
ihre Anstrengungen sind, die den finanziellen Erfolg der Veranstaltungen
zur Folge haben. Eine solche wurde schon im Berichtsjahr probeweise
eingeführt

Sponsoren
Ressortleitung: B. Meier, Ch. Bachmann
Sehr zu dank verpflichtet ist die SMGP den treuen Sponsoren, die den
Betrieb des Sekretariats und die Finanzierung der ESCOP-Aktivitäten
ermöglichen. Ohne dieses wären die umfangreichen Aktivitäten der
SMGP nicht denkbar. Dies ist in der heutigen Zeit der Stagnation, auch bei
den Naturheilmitteln, nicht selbstverständlich. Neu konnten gleich drei
Sponsoren gewonnen werden: Mavena AG, Desopharmex und Kneipp. Wir
begrüssen die neuen Sponsoren in unserem Kreis sehr herzlich! Die
Sponsoren werden jeweils einen Tag nach der Tagung über Aktivitäten
und Ziele der SMGP informiert. Einige (zum Glück immer weniger)
bedeutende Phyto-Firmen sind leider immer noch nicht Sponsor der SMGP. Die
Mitglieder werden gebeten, bei Kontakten mit entsprechenden Firmen zu
reagieren: Mit Dank bei den Sponsoren, mit Kritik bei denjenigen, die sich
dem Sponsoring entziehen. Eine Sponsoren-Liste liegt diesem Jahresbericht
bei.
Die SMGP versucht gegenüber den Sponsoren nicht nur zu nehmen, sondern
auch zu geben. Die Etablierung der ethischen Kommission ist eine solche
Dienstleistung. Am 5. Juni wurde von der SMGP ein Workshop Hochschule/
Industrie an der Uni in Basel organisiert. Die Pharmazieschulen der
Universitäten Basel und Lausanne sowie die ETH Zürich, der Lehrstuhl
für Naturheilkunde in Zürich, und die Spin-of Firma Vitaplant der Uni
Basel erhielten die Gelegenheit, ihre Forschungsmöglichkeiten zu
präsentieren. Die Mehrzahl der Sponsoren beteiligte sich am Seminar und
äusserte sich sehr positiv dazu.

Gesundheits- und Berufspolitik
Ressortleitung: V. Rosinus/M. Mennet-von Eiff
Die SMGP ist Mitglied der Union schweizerischer
komplementärmedizinischer ärztegesellschaften. Im Vorstand nahm unser
neuer Vertreter, Dr. B. Anderes, mit Erfolg Einsitz. Seine über die
Phytotherapie hinausgehende Kompetenz wird in diesem Gremium besonders
geschätzt. Die Union ist auf gutem Weg die Interessen der
komplementärmedizinischen Richtungen innerhalb der ärztegesellschaft (
FMH) und gegenüber den staatlichen Organen (Bundesamt für Gesundheit
und Bundesamt für Sozialversicherungen) sowie gegenüber den
Versicherungen zu vertreten. Die vorläufige Aufnahme von fünf
komplementärmedizinischen Verfahren (u.a. Phytotherapie) in den Katalog
der Grundversicherung ist ein erster grosser Erfolg für die Union, die
in der Folge schnell und effizient weitergehende Arbeiten in die Wege
geleitet hat. So liegt bereits ein von der FMH abgesegnetes
Grundlagenpapier für den Fertigkeitsausweis Phytotherapie (siehe auch
Ausbildung) vor. Vereinsintern war Valerio Rosinus dafür besorgt, dass
wir regelmässig zur rechten Zeit das richtige Papier am richtigen Ort
gehabt haben.
ähnliche Ziele wie die Union verfolgt das breiter abgestützte Forum
für Freiheit im Gesundheitswesen. Die SMGP wird da von M. Mennet
vertreten. Zuletzt wurde in diesem Kreis sehr intensiv eine Beteiligung an
der Landesausstellung 2001 diskutiert. Das FFG möchte in Zukunft
professionelle öffentlichkeitsarbeit leisten und wird deshalb ein
Konzept für das Jahr 1999 erarbeiten. Zur Veröffentlichung des NFP 34
Projektes von Professor Sommer, Universität Basel, hat das FFG am 4.9.98
eine Mitteilung an die Medien versandt. Auch auf der politischen Ebene
sucht das FFG die Anliegen der Komplementärmedizin bekannt zu machen. Am
24.6.1998 traf sich eine Delegation mit Mitgliedern des Nationalrates. Der
Gedankenaustausch wird weitergeführt.
Im Rahmen des FFG tagte der Arzneimittelausschuss ein einziges Mal um
Kriterien zur Beurteilung von komplementärmedizinischen Arzneimitteln im
Ausschuss für Komplementärmedizin der Eidg Arzneimittelkomission zu
definieren. Im laufenden Jahr wurden weitere Phytotherapeutica in die SL
aufgenommen. Die SMGP führt eine Liste der Phytotherapeutica in der SL,
die den Mitgliedern mit der Einladung zu dieser Versammlung zugänglich
gemacht wurde und die in Zukunft in aktueller Version auf dem Internet
erscheinen wird.

Wissenschaft
Ressortleitung: M. Mennet-von Eiff/Beat Meier
Ein wissenschaftliches Projekt wurde nicht in Angriff genommen. Der
deshalb verbleibende Betrag wird als Rückstellung abgebucht, damit in
Zukunft grössere Aufgaben finanziert werden können. Im Hinblick auf
die Aufforderung der Eidgenössischen Leistungskommission Wirksamkeit und
Wirtschaftlichkeit der Phytotherapie innerhalb von 5 Jahren zu belegen
erscheint diese Massnahme sinnvoll.
Der Wissenschaft dienlich ist die von der SMGP etablierte ethische
Kommission. Das Reglement (siehe auch Vorstand) wurde der IKS eingereicht.
Die IKS hat dann im Frühjahr im IKS-Bulletin Nr 3/98 die ethische
Kommission der SMGP anerkannt und sich brieflich sehr positiv zu den
Bestrebungen der SMGP geäussert. Das Reglement wurde in der Zeitschrift
für Forschende Komplementärmedizin 4/98 veröffentlicht. Die
Kommission unter der Leitung von Jean-Michel Jeannin wartet nun auf Arbeit.

Kontakt zu anderen Gesellschaften der Phytotherapie und
Arzneipflanzenforschung

Ressortleitung:
Verwandte Gesellschaften: Beat Meier
ESCOP: M. Frater
Die SMGP ist als Co-Organisator zusammen mit der Gesellschaft für
Arzneipflanzenforschung (GA) am Agnus castus-Workshop zum 60. Geburtstag
von Prof Dr W Schaffner an der ETH in Zürich am 20.11.1998 beteiligt.
Der Präsident und der ESCOP-Delegierte N. Linnenbrink sind im Beirat der
GA und nehmen regelmässig an deren Veranstaltungen teil.
Den Gesellschaften für Phytotherapie in Deutschland und österreich
werden regelmässig unsere Programme und Vereinsinformationen zugestellt.
An der GA-Tagung in Wien konnten Kontakte mit der österreichischen
Gesellschaft geknüpft werden. Eine eventuelle gemeinsame Veranstaltung
in Vorarlberg wurde als denkbar in Erwägung gezogen. Insgesamt sind die
österreicher viel weniger weit als wir und haben es insbesondere schwer,
die ärzteschaft zu überzeugen. Der Kontakt zur deutschen Gesellschaft
ist durch die Mitgliedschaft des Präsidenten gewährleistet. Die
österreichische Gesellschaft nützte eine unserer Aussendungen zur
Ankündigung eines Workshops zur Gattung Achillea in Wien.
An der Tagung der SAGEM im Mai in Interlaken hat sich die SMGP mit einem
Referat von Dr. K. Brühwiler engagiert. Dieses, zum Thema Phytotherapie
in der Allgmemeinpraxis, ist auf ein gutes Echo gestossen.
überaus intensiv war erneut das Engagement der SMGP bei der ESCOP.
Mittlerweile liegen von dieser Organisation 50 Arzneipflanzen-Monographien
vor. Diese finden in der Fachliteratur aber auch bei Behörden hohe
Aufmerksamkeit. Die ESCOP leistet auf dieser Ebene ausgezeichnete Arbeit
und da unsere beiden Delegierten, M Frater und N Linnenbrink entscheidende
Beiträge einbringen ist das Geld gut investiert. Bestellformular für
die ESCOP-Monographien sind beim Sekretariat erhältlich.
Die im Vorjahr angekündigte Neuorganisation der ESCOP ist erfolgt, die
Zentrale wurde nach England transferiert. Norbert Linnenbrink wurde ins
Präsidium gewählt. Der Jahresbeitrag blieb mit Fr 3000.-- für die
SMGP moderat.

Sekretariat
Ressortleitung: E. Bacs
Das Sekretariat war auch in diesem Jahr bedingt durch gesteigerte
Aktivitäten sehr gefordert. Elisabeth Bacs erledigte jedoch die
anfallenden Arbeiten zuverlässig und prompt. Unermüdlich leistet sie
einen grossen Teil der PR-Arbeit durch Auskünfte und Versand von
Unterlagen. Das Sekretariat ist auch Schaltstelle für mancherlei Auskün
fte und Medienkontakte.

Ausblick
Ziel der SMGP wird es bleiben, die Phytotherapie in allen ihren Facetten
darzustellen und zu vertreten. Dazu hat sie verschiedene Instrumente: Der
Phyto-Digest soll eine breite Information unter Fachleuten im
Gesundheitswesen bringen. Die Vereinsseite in "Forschende
Komplementärmedizin" soll die Bindung an die Mitglieder erhöhen. Die
Tagung dient dazu, die neuesten Erkenntnisse und den Stand des Wissens aus
vorwiegend naturwissenschaftlicher Sicht zu vermitteln An den Kursen wird
eine solide Grundlagenausbildung vermittelt. Da ist auch der Platz für
den Blick zur Tradition, zu Hinweisen auf Anwendungen, die nicht direkt
der Phytotherapie zugeordnet werden sowie zu komplementärmedizinischen
Betrachtungen. Schliesslich will die SMGP in Zukunft im Internet präsent
sein, um auch dieses Medium zu nutzen
Die SMGP hat in den zehn Jahren ihres Bestehens ihren Ruf gefestigt. Sie
sieht sich herausgefordert durch die vorläufige Anerkennung der
Phytotherapie als einer von fünf komplementärmedizinischen
Therapierichtungen die in Zukunft Bestandteil der medizinischen
Grundversorgung sein werden. Sie sieht ihre Stellung zwischen
komplementärer und allopathischer Medizin als Chance. Sie will ihre
Auffassungen im die Statuten ergänzenden neuen Leitbild festlegen. Sie
weiss eine treue Mitgliederschaft hinter sich, auf die sie sich stützen
kann. Zahlreiche Mitglieder haben sich auf Anfragen des Vorstandes an den
Aktivitäten engagiert und die SMGP damit auch moralisch unterstützt.
Dafür recht herzlichen Dank AD es ist eine Freude der Präsident einer
lebendigen Gesellschaft zu sein.

Brütten, 6. November 1998
Der Präsident:
Beat Meier