Jahresbericht 2000

SMGP Jahresbericht Juli 1999 bis Juni 2000

Hohe Performance für SMGP

Für die Phytotherapie war die Berichtsperiode keine einfache. Die unerwarteten Interaktionsmeldungen mit Johanniskraut und die Zwischenfälle mit Kawa-Kawa, von denen interessanterweise viele in der Schweiz aufgetreten sind, sorgten für viele Schlagzeilen unterschiedlichster Art und viele Diskussionen. Die SMGP war davon zwar nicht direkt betroffen, da die Probleme in anderen Gremien behandelt wurden. Das Interesse an der Phytotherapie blieb dennoch unverändert gross: Die SMGP-Kurse waren alle ausgebucht, die Jahrestagung 1999 super besucht und der Mitgliederbestand stieg sukzessive: Konnte an der Tagung im November 1999 das dreihundertste Mitglied begrüsst werden, so erwarten wir nun an der Tagung 2000 das dreihundertfünfzigste Mitglied: Eine Performance von 16.66 %. Die Anzahl der Neuanträge durch Ärztinnen und Ärzte hat markant zugenommen.

Vorstand

Der Vorstand nahm im Januar 2000 seine Arbeit in neuer Zusammensetzung auf. An der Generalversammlung vom November 1999 wurden Valerio Rosinus durch Roger Eltbogen und Monika Mennet-von Eiff durch Jean-Michel Jeannin ersetzt. Roger Eltbogen konnte im Problemkreis der Anerkennung des Zertifikates der SMGP auf die Unterstützung von V Rosinus noch zählen und sich so, da er schon viele Kenntnisse mitbrachte, rasch in die Materie einarbeiten. Er hat die SMGP kompetent in der UNION und im FFG vertreten. Derzeit wird ein Widererwägungsantrag an die FMH zwecks Anerkennung unseres Zertifikates als Fertigkeitsausweis vorbereitet. Jean-Michel Jeannin hat die Redaktion unserer Vereinsseite in Forschender Komplementärmedizin übernommen und wurde am Ende der Berichtsperiode von einem Entscheid der IKS überrumpelt, die ethische Kommission der SMGP nicht mehr zu anerkennen. Auch da muss sich die SMGP wehren. Damit war auch in diesem Jahr die politische Arbeit der SMGP ein sehr wichtiger Aspekt der Aktivitäten (siehe auch Ressort Forschung — Evaluation).
Die anfallenden Geschäfte wurden in insgesamt fünf abendlichen Vorstandssitzungen bearbeitet. Überarbeitet wurde das Spesenreglement. Die Diskussionen und Aktivitäten umfassten im wesentlichen die in diesem Jahresbericht aufgeführten Themen. Zudem wurde insbesondere im Zusammenhang mit der Erstellung des SMGP-Standes verschiedentlich das SMGP-Logo diskutiert. Die vorliegenden Vorschläge konnten nicht befriedigen. Es scheint schwierig zu sein, das Element Arzneipflanze adäquat in ein neues, modernes Logo einzubinden. Ideen sind gesucht, sonst bleibt es beim alten Logo, auch wenn dieses für die neuen Medien nicht optimal geeignet ist.

Mitglieder

Ressortleitung: E. Bacs

Im letzten Jahresbericht wurde die Hoffnung geäussert, dass die SMGP den Sprung von dreihundert auf vierhundert schneller schaffen wird als jenen von zweihundert auf dreihundert, der mehr als drei Jahre dauerte. Die Aussichten dazu stehen gut, wie den einleitenden Bemerkungen zu entnehmen ist. Eine Statistik zur Entwicklung der SMGP findet sich auf unserer Homepage unter SMGP stellt sich vor.
Die Mitglieder wurden aktuell über die SMGP-Homepage (www.smgp.ch) regelmässig informiert. Aussendungen an die Mitglieder erfolgten im August mit der Einladung zur Jahrestagung und dem Jahresprogramm, und im Januar mit dem Protokoll der Hauptversammlung.

Public Relation

Ressortleitung: Christoph Bachmann

Das Ressort verfolgt folgende Ziele:
·Phytotherapie in der Schweizer Medizin bekannt machen
·Ausbildungsprogramm SMGP und Tagung bekannt machen
·Mitgliederwerbung

Am Kongress der Lungenliga in Davos nahm die SMGP mit einem Workshop (K. Brühwiler/R. Saller/E .Bacs) teil. Der neu kreierte SMGP-Stand hatte dabei seine Feuertaufe. Das Interesse war mit rund 200 Teilnehmern enorm, der Workshop musste mehrfach wiederholt werden. Neue Mitglieder liessen sich aber mit dieser Aktion zumindest direkt nicht rekrutieren. Insgesamt bestünde ein hoher Bedarf an solchen Präsentationen, im Moment fehlen der SMGP dazu noch die Kapazitäten und eine starke Basis an Workshopleitern. Eine Aufgabe für die Zukunft.
Die Homepage wurde auch im zweiten Jahr ihres Bestehens recht intensiv benützt (ca. 250 Zugriffe pro Monat auf die Startseite) und ist ein wichtiges Informationsmittel. Die SMGP versucht ständig aktuell zu sein, was aus Kapazitätsgründen nicht immer einfach ist. Aus diesem Grund wurde das geplante Diskussionsforum bis heute noch nicht aufgeschaltet. Oft gelobt wird der einfache Zugang und das rasche Auffinden wichtiger Informationen. Dieses soll beibehalten werden. Über möglich Verbesserungen wurde oft diskutiert, auch mit dem Homepagegestalter HE Holzgang.
Die Steigerung der Mitgliederzahl ist primär den intensiven Bemühungen von E Bacs sämtliche Interessenten optimal zu beliefern zu verdanken und persönlicher Werbung des Präsidenten, der versucht, sämtliche in der Schweiz im Bereich der Phytotherapie tätigen ForscherInnen für die SMGP zu gewinnen. Persönliche Werbung ist die effektivste, da liegt noch viel Potential brach.
Auffallend ist, dass seit dem Erscheinen von Phyto-Digest als Beilage zur Schweizer Aerztezeitschrft die Anzahl an Ärztinnen/Ärzten, die bei der SMGP einsteigen markant gestiegen ist, Zufall oder nicht ? Es war jedenfalls einer der Gründe Phyto-Digest zu lancieren. Trotzdem bestehen Schwierigkeiten, den Phyto-Digest zu finanzieren. Nur Zeller Medical zeigte sich bisher gewillt, den Phyto-Digest zu tragen. Die zweite Ausgabe 1999 konnte dank einem Beitrag von Biomed und einem grossen „Zustupf" aus dem Phyto-Fonds (eine auf A. Vogel zurückgehende Stiftung) finanziert werden. Voraussichtlich wird Phyto-Digest im Jahr 2000 zum letzten Mal erschienen sein, da ein Schweizer-Verlag mit einer Zeitschrift für Phytotherapie in den Startlöchern steht.
Phytotherapie blieb ein Thema in den Medien, nicht nur wegen der Nebenwirkungen und Interaktionen. So erschien zum Beispiel in Medical Tribune ein Sonderheft Phytotherapie mit einem Editorial des Präsidenten.

Ausbildung

Ressortleitung: B. Meier, K. Brühwiler

Der vierte Ausbildungsgang neigt sich bereits seinem Ende zu. Mit meist über sechzig Personen waren die Kurse alle fast überbelegt. Der Grundkurs kann nun wieder jedes Jahr durchgeführt werden. Von der SGAM erhielt die SMGP ein Schreiben, dass zehn Stunden Phytotherapie jährlich als Weiterbildung anerkannt werden. An der Jahrestagung 1999 erhielten 13 weitere Mitglieder das Ausbildungszertifikat der SMGP. Eine diesbezügliche Liste wird demnächst erstellt und auf der Homepage veröffentlicht, sofern dies die Zertifizierten überhaupt wünschen.

Weiterbildung

Ressortleitung: A. Abegg

Neben der Jahrestagung wurden drei Exkursionen angeboten. Die Beteiligung liess leider sehr zu wünschen übrig. Die Gründe dafür sind unklar, an der Qualität des Programmes kann es nicht gelegen haben. Der Präsident selbst konnte sich überzeugen, dass die Abwesenden zum Beispiel beim Besuch der Paracelsus-Klinik in Richterswil (Zwei-Tages-Exkursion organisiert von A. Abegg) einiges verpasst haben. Auch Richard Bolli hätte auf den dann abgesagten Exkursionen in Engelberg einiges zu bieten gehabt.

Tagung

Ressortleitung: B. Meier

Die Jahrestagung 1999 wurde erneut zum Erfolg, obwohl nicht zum vornherein klar war, ob das Thema „Phytotherapie bei gastrointestinalen Beschwerden" Anklang finden würde. Abstriche mussten nur beim Workshop gemacht werden, wo die Erwartungen des Publikums nicht ganz erfüllt wurden, weil zuviel Theorie über die Durchführung von Studien statt Praxiserfahrung im Mittelpunkt stand. Im Hinblick auf die Tagung 2000 wurde eine Verbesserung angestrebt, indem in Zukunft Medienspezialist und SMGP-Mitglied Christof Dätwyler die Workshops moderieren wird.

Die Berichterstattung zur Tagung darf als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Der Tagungsbericht von Frau Dr G Pfister erschien in zahlreichen Fachzeitschriften, so. z.B. bunt illustriert in Zeitschrift für GanzheitsMedizin, in der Schweizer Apotheker Zeitung und in ArsMedici. Die Dokumentation zur Tagung 1999 findet sich auf der Hompage unter Ausbildung. Der Tagungsbericht 1999 findet sich ebenfalls in ForschendeKomplementärmedizin 7/2000, S.21-23 (1.Teil) und S.105-107 (2.Teill).

Vereinsnachrichten in "Forschende Komplementärmedizin"

Ressortleitung: JM Jeannin

Die Vereinsnachrichten in unserem Vereinsorgan konnten regelmässig publiziert werden und widmeten sich wie gewohnt verschiedenen Themen. Der Übergang der Redaktion zu Monika Mennet zu JM. Jeannin erfolgte reibungslos. Noch fehlt der SMGP so etwas wie ein Hoffotograph ausserhalb der Jahrestagung, um die Seiten jeweils zu illustrieren.

Finanzen

Ressortleitung: A. Abegg

Die hohen Teilnehmerzahlen an den Veranstaltungen, die Treue der Sponsoren, uns in allen Belangen immer wieder zu unterstützen und viel ehrenamtliche Arbeit trotz schwierigerer Zeiten, in denen die Vereinsarbeit nicht sonderlich attraktiv erscheint, hat die SMGP die Finanzen im Griff. Eine ganze Reihe unerwarteter Ausgaben (Arbeitsgruppe Revision ALT, doch wieder erhöhte Aufwendungen für ESCOP infolge grösserer Aktivitäten und Reisekosten, Unionstagung, fälschlicherweise nicht budgetierte, nun wirksam werdende Kosten für die Sozialversicherung nach Änderung des Anstellungsverhältnisses von E Bacs im Sommer 1998) konnten sämtliche aufgefangen werden. Das Vereinsvermögen reduzierte sich dennoch, da für E. Bacs eine Regelung für bisher vernachlässigte Aspekte einer zweiten Säule gefunden werden müssen und deshalb eine Rückstellung gemacht wurde. Das neue Budget zeigt weiterhin gute Perspektiven, trotz wachsender Ansprüche.

Sponsoren

Ressortleitung: B. Meier.

Sehr zu Dank verpflichtet ist die SMGP den treuen Sponsoren, die im wesentlichen den Betrieb des Sekretariats und die Finanzierung der ESCOP-Aktivitäten ermöglichen. Ohne das Sekretariat wären die umfangreichen Aktivitäten der SMGP nicht denkbar. Dies ist in der heutigen Zeit der Stagnation, auch bei den Naturheilmitteln, nicht selbstverständlich. Als neue Sponsoren sind folgende Firmen dazugestossen:

Streuli, Uznach

Spagyros, Gümligen

Hänseler/Synpharma, Herisau/Uzwil.

Im Zusammenhang mit der Tagung 2000 konnten neue Kontakte geknüpft werden zu

Singer Pharma, Niederurnen

Tillots AG, Tettwil

Es bestehen gute Aussichten, dass diese Firmen für ein regelmässiges Sponsoring gewonnen werden können.

Leider gab es erstmals auch einen Austritt zu verzeichnen. Die Firma Roche gab ihren Rückzug bekannt, da sie keinen Schwerpunkt Phytotherapie mehr habe. Praktisch gleichzeitig wurde eine grosse Werbekampagne für Priorin gestartet, gemäss Definition auch ein Phytotherapeuticum. RhonePoulencRorer war in den Anfängen der SMGP noch ein Hauptsponsor der SMGP mit wichtigen Produkten (z.B. mit der Nattermann-Linie). Roche hat ROR im Rahmen internationaler Aquisitionen aufgekauft, das phytotherapeutische Produktsortiment ausgedünnt und abgestossen - übrig geblieben ist mittlerweile nurmehr wenig.

Wir begrüssen die neuen Sponsoren in unserem Kreis sehr herzlich! Der Kreis wird immer grösser und umfassender — eine Auszeichnung für die SMGP: Dabeisein wird immer mehr zum Muss.. Dennoch: Einige (zum Glück immer weniger) bedeutende Phyto-Firmen sind leider immer noch nicht Sponsor der SMGP. Auch solche, die von der Tatsache profitieren, dass Phytopharmaka wieder in die SL aufgenommen werden können (z.B. Gebro, Ecosol) und damit auch tüchtig Werbung machen. Mitglieder, insbesondere diejenigen, die Phytopharmaka verschreiben, werden gebeten, bei Kontakten mit entsprechenden Firmen zu reagieren: Mit Dank bei den Sponsoren, mit Kritik bei denjenigen, die sich dem Sponsoring entziehen. Die SMGP-Sponsoren-Liste finden sie auf dem Internet. Sie helfen so mit, den Mitgliederbeitrag moderat zu halten (zum Vergleich: Beim SVHA (Homöopathen) beträgt der Mitgliederbeitrag jährlich Fr. 600.--, vier mal mehr als bei der SMGP). Die Sponsoren werden jeweils einen Tag nach der Tagung über Aktivitäten und Ziele der SMGP informiert, unter dem Jahr mit Briefen.

Die SMGP versucht den Sponsoren für ihre Unterstützung auch Gegenleistungen zu bieten. So ermöglichte es der Präsident den forschenden Schweizer Herstellern sich an der in Zürich stattfindenden Jahrestagung der Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung in der Form von wissenschaftlichen Workshops zu präsentieren. Die SMGP hat zudem per Brief und auf der Homepage regelmässig auf Veranstaltungen, die für die Firmen interessant waren, hingewiesen, z.B. auf die für Zulassungsfragen zentrale Arbeit von A. Wirz an der ETH Zürich zur Analytik von Hypericin. Die ethischen Kommission wird leider von den Firmen weiterhin kaum beansprucht.

Gesundheits- Berufspolitik-andere Gesellschaften in der Schweiz

Ressortleitung: V. Rosinus, ab 1.1. 2000 Roger Eltbogen

UNION/FMH

Die SMGP ist Mitglied der Union schweizerischer komplementärmedizinischer Ärztegesellschaften. Im Vorstand vertritt uns B Anderes mit Erfolg. Seine über die Phytotherapie hinausgehende Kompetenz wird in diesem Gremium besonders geschätzt. Als Delegierter ist neu Roger Eltboten dabei. Evaluation und GRAT sowie die Eigenfinanzierung waren Hauptthemen innerhalb der UNION. Die UNION hat mittlerweile einen sehr guten Kontakt zum Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), was sehr wichtig ist und wird von der FMH voll anerkannt. Beweis dafür ist die Tatsache, dass die UNION nun auch in der Ärztekammer mit einem Delegierten vertreten ist. Als Vertreter des Kantons Zürich nahm da auch V Rosinus Einsitz. Deshalb wurden mit der FMH Gespräche geführt im Hinblick auf einen Wiedererwägungsantrag zur Anerkennung des Fertigkeitsausweises Phytotherapie.

Erstmals führte die UNION einen Kongress durch. Auch wenn sich daran vor allem Komplementärmediziner beteiligten, darf dieser als Erfolg gebucht werden. Die SMGP trug einen wesentlichen Teil zum Erfolg bei und engagierte sich auch finanziell beträchtlich im Bereich der Workshops und der Vorbereitung. Eine ausführliche Dokumentation zu den Aktivitäten der SMGP findet sich auf dem Internet: Unionstagung Bedauerlich war, dass ausgerechnet der Workshop mit der ausgeprägtesten Ausrichtung im Bereich Komplementärmedizin am schlechtesten besucht wurde — und vielleicht gerade deshalb zu den spannenden Diskussionen unter den wenigen TeilnehmerInnen führte. Für die UNION war die Tagung auch finanziell ein Erfolg. Sie soll in Zukunft alle zwei Jahre wiederholt werden.

BSV

Über die Evaluation wird unter Wissenschaft berichtet. Zusätzlich setzte das BSV eine Arbeitsgruppe ein zur Revision der Arzneimittelliste mit Tarif (ALT). K Brühwiler von der SMGP war federführend. Ca. 350 Drogen und ihre Tinkturen wurden für die neue ALT vorgeschlagen, sie enthielt bisher schon ca. 100 Drogen. Die Drogen werden in die normale ALT-Liste integriert. Neu sind für Aromatherapie 80 aetherische Öle in einer speziellen Liste vorgesehen. Die Umsetzung sollte eigentlich im Jahr 2001 erfolgen, bisher ist allerdings kein Termin bekannt.

FFG

Roger Eltbogen nahm als Delegierter der SMGP Einsitz im FFG. Die SAGEM ist kürzlich aus dem FFG ausgetreten, weil aus ihrer Sicht die Abgrenzung zu den Naturheilpraktikern nicht mehr gegeben ist, da diesen ein Beobachterstatus zugesprochen wurde. Der SMGP-Vorstand hat beschlossen aufgrund der Eindrücke von Roger Eltbogen und der Aktivitäten des FFG (neue Homepage: www.ffg-forum.ch und ein neues Mitteilungsblatt „ffg-blickpunkte", das alle SMGP-Mitglieder erhalten haben) beim FFG dabei zu bleiben. Co-Präsident Herbert Holliger war an der SMGP Hauptversammlung im Vorjahr dabei und verdankte den Einsatz der SMGP im Rahmen des FFG.

Der Arzneimittelausschuss des FFG tagte in der Berichtsperiode nicht, nachdem die Kriterien zur Begutachtung von komplementärmedizinischen Leistungen und Medikamenten unter der kompetenten Leitung von Peter Heusser, Universität Bern, abgeschlossen worden sind und in schriftlicher Form vorliegen.

Im laufenden Jahr wurden weitere Phytotherapeutica zumindest vorläufig in die SL aufgenommen. Die SMGP führt eine Liste der Phytotherapeutica in der SL, die auf der Phytopharmazeutika/Spezialitätenliste regelmässig aktualisiert wird. Eine Dienstleistung für die Miglieder, aber auch für die Sponsoren.

Wissenschaft

Ressortleitung: Prof Saller

Erste Ergebnisse der im Zusammenhang mit der Jahrestagung gestarteten Studie mit Magentees bei dyspeptischen Beschwerden konnten an der Unionstagung vorgestellt werden (siehe dort). Die Studie soll bis Herbst 2001 (nächster Kurs Magen/Darm) abgeschlossen werden, in der Hoffnung, dass bis dann mehr als hundert Falldokumentationen vorliegen.

Für eine Teebaumölstudie liegt mittlerweile ein Konzept vor, das nun vom Horten-Zentrum geprüft werden soll. Kapazitäten und Finanzen fehlen um die Studie vorwärts zu treiben, sodass von Schritt zu Schritt immer wieder viel Zeit verfliesst.

Die im Vorjahr angekündigte Evaluation des BSV betreffend komplementär-medizinischer Methoden hat ihre erste Phase hinter sich. Frau M Mütsch hat die SMGP kompetent vertreten und ist nun auch in der zweiten Phase als Expertin mit dabei. Hier geht es nun darum, die vorgeschlagenen Konzepte in die Praxis umzusetzen. Die SMGP hat Projekte mit eingegeben. Primär soll nun jedoch eine Studie in Praxen mit phytotherapeutisch tätigen Ärzten durchgeführt werden, mit der Wirtschaftlichkeit und Nutzen der Phytotherapie belegt werden kann. Eine Aufforderung da mitzumachen ging kürzlich an die Ärzteschaft innerhalb der SMGP. Unser Aufruf: Unbedingt mitmachen ! Die Mitarbeit gilt natürlich für den Erwerb des Zertifikates, was leider im Brief vergessen wurde mitzuteilen.

Kontakt zu anderen Gesellschaften der Phytotherapie und Arzneipflanzenforschung

Ressortleitung:

Verwandte Gesellschaften: Beat Meier; ESCOP: M. Frater

Der Präsident und der ESCOP-Delegierte N. Linnenbrink sind im Beirat der Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung und nehmen regelmässig an deren Veranstaltungen teil. B. Meier war an der Jahrestagung der Gesellschaft, die dieses Jahr in Zürich stattfand, im Beirat (siehe auch unter Sponsoren)

Die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft nahm erneut als Gast an unserer Jahrestagung teil. Der SMGP-Präsident hielt im Gegenzug anfangs Mai anlässlich der Generalversammlung der österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie einen Vortrag zum Thema „Vitex agnus castus — von der Droge zum klinisch geprüften Phytopharmakon". Ein interessanter Erfahrungsaustausch war möglich.

Intensiv war erneut das Engagement der SMGP bei der ESCOP. Weiterhin wird an den Monographien gearbeitet. Bereits sind Revisionen bestehender Monographien im Gang. Die ESCOP leistet auf dieser Ebene ausgezeichnete Arbeit und da unsere beiden Delegierten, M Frater und N Linnenbrink entscheidende Beiträge einbringen ist das Geld gut investiert. Bestellformular für die ESCOP-Monographien sind beim Sekretariat erhältlich. Eine Arbeitstagung des „Scientific Committee" fand im Januar in Baden statt. Aus dem Präsidium der ESCOP musste sich Norbert Linnenbrink aus Kapazitätsgründen zurückziehen. Die SMGP bemühte sich nicht einen Nachfolger zu finden, allfällige Kandidaten können sich beim Präsidenten melden. Eine Vertretung der SMGP ist nicht unbedingt erforderlich. Im Mai 2000 wird die ESCOP in Bonn wieder eine Tagung organisieren.

Sekretariat

Ressortleitung: E. Bacs

Das Sekretariat war auch in diesem Jahr bedingt durch gesteigerte Aktivitäten sehr gefordert. Elisabeth Bacs erledigte jedoch die anfallenden Arbeiten zuverlässig und prompt. Unermüdlich leistet sie einen grossen Teil der PR-Arbeit durch Auskünfte und Versand von Unterlagen. Das Sekretariat ist zudem Schaltstelle für mancherlei Auskünfte und Medienkontakte. Mehr dazu unter

Ausblick

Die SMGP wächst und wächst. Erfolg verpflichtet, doch je mehr Akzeptanz die SMGP findet, umso mehr wachsen die Aufgaben. Als Präsident hatte ich in den letzten Monaten erstmals in meiner Amtszeit das Gefühl, dass verschiedene Aufgaben aus Zeit- und Kapazitätsgründen nicht mehr mit der Qualiät und dem Tempo erledigt werden können, die eigentlich nötig wären. Gelöst werden können diese Probleme nur über eine weitere Professionalisierung. Die dazu nötigen Finanzen können aber nicht einfach so generiert werden. Beim Sponsoring erreichen wir langsam den Zenith, indem die Zahl der potentiellen, noch nicht erfassten Sponsoren immer kleiner wird, weil die meisten Firmen schon mitmachen.

Erfreulich ist jedoch, dass das SMGP-MitarbeiterInnenteam ausserhalb des Vorstandes breit abgestützt. So kann die SMGP an verschiedenen Veranstaltungen je nach Thema immer wieder mit verschiedenen Mitarbeitern auftreten, die in der Sache die nötige Kompetenz mitbringen. So organisierte Klemens Brühwiler eine Crew zur Revision der ALT, Margot Mütsch-Eckner engagiert sich bei der Evaluation des BSV, Ursula von Mandach vertrat uns bei der Organisation der UNIONS-Tagung. Diese breite Abstützung erlaubt es dem Präsidenten, seine Arbeit derzeit noch im Nebenamt zu bescheidenem Honorar zu erledigen.

So darf auch dieser Jahresbericht im Sinne des Titels abgeschlossen werden. Die SMGP ist ein lebendiger Verein.
Zürich, 31.Oktober 2000
Der Präsident
Beat Meier