Zukunft mit Komplementärmedizin:
Ja bei der Volksabstimmung vom 17. Mai 2009


Die Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP) empfiehlt der Schweizer Bevölkerung, bei der eidgenössischen Volksabstimmung vom 17. Mai 2009 über den Verfassungsartikel „Zukunft mit Komplementärmedizin“ ja zu stimmen. Sie weiss sich damit einig mit der grossen Mehrheit der National- und Ständeräte, die im Parlament  der Vorlage gestimmt haben. Die SMGP ist eine Vereinigung der Schweizer Ärzte/innen und ApothekerInnen sowie Naturwissenschaftern, die sich für die Anwendung von pflanzlichen Arzneimitteln als anerkannten Bestandteil der modernen Medizin einsetzen. Die SMGP hat 630 Mitglieder. Sie ist weltweit die grösste akademische Phytotherapiegesellschaft und versteht sich als Brücke zwischen der Schul- und der Komplementärmedizin.
2005 wurden mit einem politischen Entscheid die 5 komplementärmedizinischen Therapierichtungen, darunter die Phytotherapie, die während einer fünfjährigen Versuchsphase in der Grundversicherungen waren, in einem einseitigen Schritt wieder aus der Grundrichtung verbannt. Dies, obwohl die während der vorgängigen Versuchsphase laufende Studie PEK über die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit insbesondere der Phytotherapie gute Noten erteilte. Bis heute liegt keine wissenschaftliche Begründung für die Ablehnung vor.
Die Politik unter Bundesrat Couchepin hat mit seinem Beschluss Hundertausenden von SchweizerInnen, die nur eine Grundversicherung besitzen, den ärztlichen Zugang zur Komplementärmedizin verunmöglicht. Dies steht der Tatsache gegenüber, dass etwa 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Komplementärmedizin befürwortet und sie nach Möglichkeit nutzen.
Die SMGP weist auch auf die Tatsache hin, dass die Komplementärmedizin sehr kostengünstig ist und PEK auch gezeigt hat, dass die ärztliche Komplementärmedizin beanspruchenden Patienten nicht dazu neigen, das Versicherungssystem auszureizen.
Angesichts dieser Tatsachen empfiehlt die SMGP dem Schweizer Stimmvolk, am 17. Mai ein klares Ja in die Urne zu legen. Wichtig ist auch ein möglichst hoher Anteil an Ja-Stimmen, der den Druck auf die Behörden für ein rasches Umsetzen der Anliegen der Vorlage erhöht!

SMGP, 22. April 2009
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Weitere Auskünfte: SMGP Medienstelle, www.jzk.ch oder www.smgp.ch