Internationale Tagung Phytotherapie 2014

Vom 18.- 21. Juni 2014 fand in Winterthur der dritte (nach 2009 in Berlin und 2012 in Wien) wissenschaftliche Kongress der fünf nationalen und internationalen Fachgesellschaften für Arzneipflanzenforschung und –anwendung statt. Mit etwa 500 Teilnehmenden, vorwiegend aus den 3 deutsprachigen Ländern,aber auch aus andern Ländern, u.a. sogar aus Japan, war dies der bisher grösste Phytotherapie-Kongress.

Dabei stellten international anerkannte Fachleute aus der Schweiz, Deutschland und Österreich neue Forschungsergebnisse über die Wirksamkeit und Verträglichkeit von pflanzlichen Arzneimitteln vor, unter anderem bei verschiedenen Beschwerden in der Geriatrie. Prof. Dr. med. Egemen Savarskan, Universitätsspital Zürich, betonte in seinem Referat über Ginkgo biloba und kognitive Störungen, dass zahlreiche klinische Studien die Wirksamkeit und Sicherheit des pflanzlichen Arzneimittels EGb 761, eines standardisierten Extraktes aus den Blättern von Ginkgo biloba, bei kognitiven und neuropsychiatrischen Störungen belegen. EGb 761 ist bisher der einzige pflanzliche Wirkstoff, der als Antidementivum in die Therapieempfehlungen für Demenz-Erkrankungen aufgenommen wurde. In den Leitlinien der Weltföderation der Gesellschaften der Biologischen Psychiatrie ist EGb 761 für die Therapie der Alzheimer-Demenz und vaskuläre Demenz empfohlen.

Weiter fand unter der Leitung von Prof. Wolfgang Kubelka, Wien,eine Podiumsdiskussion zum Thema „Haben pflanzliche Zubereitungen als Arzneimittel eine Zukunft?“

In einem Parallelsymposium gingen die Referiernden auf Fragen der Evidenz und Empirie in der ethnoveterinärmedizinischen Forschung ein.

SMGP, 19.06.2014
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