Extra Workshop Phytotherapie im Pferdesport:
Von der sinnvollen Anwendung zum Missbrauch an der 24. Schweizerische Jahrestagung für Phytotherapie 19. November 2009 in Baden


Spätestens seit der Disqualifikation von Pferden an den Olympischen Sommerspielen in Hongkong vor bald einem Jahr wegen Spuren von Capsaicin im Blut sind pflanzliche Mittel ein Thema im Pferdesport. Doping mit Pflanzen bei Pferden? Diese Frage trifft sich mit dem Thema „Phytotherapie und Sport“ – dem bisher noch nie an einer solchen Veranstaltung abgehandelten Thema der 24. Schweizerischen Jahrestagung für Phytotherapie. Im Pferdesport gilt die Nulltoleranz bezüglich Einnahme von Arzneistoffen vor einem Wettkampf. Doch auf Pflanzen bezogen stellt sich die Frage: Was ist Doping, was ist Medikament, was ist Ergänzungsfutter? Diese Probleme werden an einem Workshop für Veterinärmediziner an der Tagung speziell diskutiert. Daneben werden therapeutische Erfahrungen mit pflanzlichen Präparaten für Pferde, vor allem zur Erhaltung der Gesundheit und Schadenverhütung bei den vierbeinigen Spitzenathleten, angesprochen.

Dr. med. vet. Gilles Thiébaud, Aubonne und Dr. med. vet. Frederik Sluyter, Lausanne, werden Impulsreferate zu den beiden Themen halten. In einem Podiumsgespräch, unter anderem mit Dr.Yves Bonnaire, Laboratoires des Cours Hippiquies, Paris, soll in Anbetracht der bei Pferden angewendeten Nulltoleranz eine vernünftige Regelung zur Verhinderung der missbräuchlichen Anwendung von pflanzlichen Mitteln im Pferdesport diskutiert werden.