Die SMGP-vet war am FEI-Congress on NSAID-usage an medication in the equine athlete in Lausanne dabei und wurde angehört

Die FEI hat während der letzten Jahresversammlung einer neuen Regelung über verbotene und zugelassene Substanzen beim Pferd während der Wettkämpfe zugestimmt und diese im April dieses Jahres in Kraft gesetzt. Diese Regelungen wurden widersprüchlich aufgenommen, vor allem die Toleranzwerte im Bereich therapeutischer Konzentrationen von NSAIDs während des Wettkampfes. Bis 2009 war Nulltoleranz in Sachen Medikation die Regel der FEI. In Amerika und andern nicht europäischen Ländern wird Phenylbutazon vor während und nach dem Wettkampf für das Wohlergehen des Pferdes gespritzt. Die neue Regelung führte zu chaotischen Zuständen während der Wettkämpfe und überforderte die Organisatoren weltweit. Auch möchten die europäischen Vereinigungen keine therapeutischen Anwendung während des Wettkampfes bewilligen. Zweck des Kongresses vom 16./17. August in Lausanne war es, wissenschaftliche, ethische, rechtliche Aspekte von Experten anzuhören und zu diskutieren, um eine Grundlage für eine kluge Entscheidung zu schaffen. Diese soll während der nächsten Jahresversammlung im Interesse und zum Wohlergehens des Pferdes fallen.

Viele Substanzen pflanzlichen Ursprungs wie Harpagosid aus Harpagophytum procumbens, die noch am Workshop in Baden als dopingrelevant eingestuft wurden, sind aus der Liste der verbotenen Substanzen verschwunden, aber nicht offiziell bewilligt. In Amerika ist Teufelskralle weiterhin verboten trotz Zulassung synthetischer NSAID. Der Widerspruch resultiert aus der Hilflosigkeit im Umgang mit pflanzlichen Substanzen. Aus diesem Grunde machte die SMGP-vet nochmals einen Vorstoss an die FEI um die aktuellen, widersprüchlichen Weisungen und Regelungen der Verbände zu klären. In Zwischengesprächen konnten wir unsere Vorstellungen erklären. Es wurde wahrgenommen, dass wir wissenschaftlich arbeiten, dass in Europa qualitativ hochstehende pflanzliche Produkte vorhanden sind und ein pflanzlicher Wirkstoff einem synthetischen nicht gleichgestellt werden kann. Die FEI will Anfangs Februar 2011 die Anwendung pflanzlicher Substanzen im Dopingbereich regeln und wird unsere Hilfe weiter beanspruchen.

Weitere Informationen unter http://www.fei.org/veterinary/nsaid-congress-2010

Oder bei Rita Marusic-Bubenhofer