SMGP Kurs 10 Phytotherapie im komplementärmedizinischen Umfeld

Zum dritten Mal wiederholte sich der nach neuem Konzept gestaltete Veterinärteil im Rahmen des SMGP Weiterbildungszyklus. Dieses neue Konzept beinhaltet einen pharmazeutischen Teil (Botanik, pharmazeutisch relevante Pflanzenteile, Wirkstoffe, anwendungstechnische Besonderheiten) und einen Anwenderteil mit Behandlungskonzepten und nützlichen Tipps für die tierärztliche Praxis.

Im pharmazeutischen Teil wurde als botanisches Thema die Familie der Lippenblütler mit ihren charakteristischen Erkennungsmerkmalen erarbeitet. An drei ausgewählten Arzneipflanzen (Rosmarin, echter Eibisch, Beinwell/Wallwurz) sind die botanischen Merkmale und ihre pharmazeutischen Besonderheiten vorgestellt worden.

Als kleine Besonderheit sind nicht nur die nützlichen Wirkstoffe besprochen worden, sondern es wurden auch die, unter anderem bei Wallwurz vorkommenden Pyrrolizidinalkaloide und ihr toxisches Prinzip (alkylierende Wirkung auf die DNA) beleuchtet.

Im Praxisteil des komplementärmedizinischen Feldes wurden unter anderem die im ersten Teil vorgestellten Kräuter in Anlehnung an die chinesische Medizin besprochen und praktische Behandlungskonzepte an die Hand gegeben.

Als eine komplementäre Therapiemöglichkeit in der Veterinäronkologie wurde die Mistel als Arzneipflanze mit ihrem Entwicklungszyklus auf den verschiedenen Wirten gezeigt, die dadurch entstehenden Unterschiede erklärt und die praxisrelevanten Konsequenzen dargelegt.