Veterinärmedizinisches am Kurs 11 - Pädiatrie

Mit 14 Personen war die Tierärzteschaft am ersten Kurs des Jahres 2013 zahlreich vertreten. Im einleitenden Teil des veterinärmedizinischen Parallelprogramms standen drei Arzneipflanzen im Mittelpunkt, wobei Christian Mayer am Beispiel des Anis auch in die arznei- aber auch giftpflanzenreiche Familie der Doldenblütler (Apiaceae) einführte. Daneben standen der Majoran und der Kaffee im Fokus. Zu beiden Pflanzen fehlt es zwar an einer Monographie nichtsdestotrotz kamen und kommen sie in der Tiermedizin nach wie vor zum Einsatz.
Zur Phytotherapie in der Veterinär-Neonatologie bei Hund und Katze referierte Cäcilia Brendieck-Worm. Neben den eigentlichen "Kinderkrankheiten" war auch die vorgeburtliche Pflege des trächtigen Muttertiers sowie Vorbereitung und Begleitung der Geburt ein weiteres zentrales Thema ihres Vortrages. Beispielsweise kann hier der Einsatz von Lavendel der aggressiven, ängstlichen oder auch hyperaktiven Hündin eine Hilfe sein. Kaffee (in Kombination mit Zucker und Sahne) hingegen kann Kräfte bei der von der Geburt geschwächten Hündin aktivieren. Die Probleme der neugeborenen Welpen wurden anschliessend erläutert und phytotherapeutische Behandlungsoptionen aufgezeigt. Atem- und Immunstimmulation wurden hierbei thematisiert, ebenso Durchfallerkrankungen und Obstipationen. Wie bei den Menschenkindern sind auch bei den Tieren Anis, Kümmel und Fenchel sowie Kamille gern verwendete Drogen.
Im dritten Vortrag des tierärztlichen Parallelprogramms stellte Michael Walkenhorst dar, dass es sich bei den Nutztierkrankheiten ja zu einem sehr grossen Teil um Nutztier-"Kinder"-Krankheiten handelt. Intensiv werden diese Krankheiten auch noch an den Kursen Verdauungstrakt (Kurs 2, 21. März 2013) und Atemtrakt (Kurs 5, 07. November 2013) behandelt. Ins Zentrum seiner Ausführungen stellte er daher den allgemeinen Umgang mit Infektionserkrankungen. Paramunitätsinducer können hier eine unterstützende Wirkung zeigen. Aus dem Bereich der pflanzlichen Paramunitätsinducer ist es vor allem der Kaffee, der hier zum Einsatz kommt. Hierzu liegen auch wissenschaftliche Untersuchungen mit erfreulichen Ergebnissen vor.

Michael Walkenhorst