Jubiläumskongress der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte feiert in Bern ihr 200 jähriges Bestehen - Die Veterinärphytotherapie ist mit Vorträgen vertreten

Ein ganzer Tag für komplementäre und alternative Methoden, das war wieder einmal eine sehr gute Gelegenheit auch die Phytotherapie innerhalb der Tierärzteschaft durch die SMGP-vet vorzustellen.
Diesmal gestaltete die Fachsektion der GST camvet.ch (Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Komplementär und Alternativmedizin) erstmalig einen ganzen Tag – ein Zeichen dafür, dass sich die Regulationsmedizin auch in der Schweiz bei Tierärztinnen und Tierärzten einer steigenden Beliebtheit erfreut. Mit etwa 50 Teilnehmenden war die Veranstaltung sehr gut besucht.
Für das Eröffnungsreferat wurde die Vorsitzende der Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin e.V. (GGTM) eine mit der camvet.ch vergleichbaren Organisation in Deutschland als Gastrednerin eingeladen. In einer sehr anregenden und interessanten Ansprache konnte Frau Kübler unter anderem bestätigen, dass die regulatorische Tiermedizin mit den verschiedenen Therapieansätzen ein von den Tierbesitzern gewünschter, guter und Verfolgens werter Weg ist, die eigenen Therapieoptionen in der Praxis zu erweitern.
Anschliessend wurden jeweils Einführungsreferate zu allen von der camvet.ch vertretenen Therapierichtungen gehalten, dem je ein weiteres Referat mit praktischen Anwendungsbeispielen oder auch klinischen Studien folgte. Die Homöopathie wurde durch Dr. Dounya Reiwald vertreten, die Akupunktur durch Dr. Annina Laim, die Osteopathie durch Dr. Sarah Micciche Walzinger. In die Phytotherapie führte Dr. Michael Walkenhorst ein. Anschliessend stellte  Dr. Thea Rhyner Ihre Studie zur phytotherapeutischen Endometritisprophlaxe bei der Stute vor. Seit gut einem Jahr hat das Nationale Pferdezentrum in Bern daraufhin das prophylaktische Behandlungskonzept von antibiotischer Therapie auf Phytotherapie umgestellt. Es konnten nicht nur vergleichbare gute Ergebnisse erzielt werden, sondern auch eine deutliche Vereinfachung der Therapieanwendung bei gleichzeitig geringeren Nebenwirkungen für die Pferde.

U.Biegel (FiBL)