Kurs 4 - Klinische Forschung



Auf erfreulich hohe Resonanz - insgesamt zwölf Teilnehmerinnen waren zu verzeichnen - stiess der diesjährige Kurs klinische Forschung auch bei den Tiermedizinerinnen. Im Vergleich zur Humanmedizin existieren zwar bisher nur wenige explizit auf tiermedizinische Fragestellungen ausgerichtete klinische Studien, es konnten allerdings dennoch 4 wissenschaftliche Publikationen in Kleingruppen erarbeitet und anschliessend diskutiert werden. Der Fokus lag hierbei insbesondere auf der Beurteilung der Studien im Hinblick auf die Qualität und den Nutzen für die Praxis.

Im zweiten Teil des Parallelprogrammes wurde die aktuelle Rechtslage beim Einsatz von Arzneipflanzen beim Tier vorgestellt. Hier besteht in der Schweiz eine ganz besondere Diskrepanz zwischen Nutz- und Kleintieren. Besteht bei letzteren weitestgehend eine therapeutische Freiheit, ist bei den Lebensmittel liefernden Tieren der Einsatz der Phytotherapie erheblich stärker eingeschränkt als beispielsweise in der EU.

Abschliessend ging es um die Zertifikatsarbeiten, die ja ein wesentlicher Teil der SMGP-Weiterbildung sind und auch Voraussetzung zur Erlangung des Fähigkeitsausweises Veterinärphytotherapie GST. Grundsätzlich wurden hier drei Möglichkeiten diskutiert: Falldokumentationen aus der eigenen Praxis, Aufbereitung von historischen Quellen und die Erfassung von traditionellem Erfahrungswissen. Am Ende des Kurstages traten alle mit einer konkreten Idee hinsichtlich eines Themas für ihre Zertifikatsarbeit den Heimweg an.

Michael Walkenhorst

Intensives Arbeiten in kleinen Gruppen bei den Veterinärmedizinern: Konzepte für die Zertifikatsarbeit wurden diskutiert, klinische Datenerhebung erläutert.