Dank Arzneipflanzen fühlen sich auch Tiere wieder wohl in ihrer Haut

Der Kurs 9 befasste sich mit Hautproblemen und den passenden phytotherapeutischen Therapiemöglichkeiten. In vier Referaten erhielten die 28 Teilnehmenden des veterinärmedizinischen Parallelprogramms einen guten Einblick, wie Arzneipflanzen bei den unterschiedlichsten Hautproblemen eingesetzt werden können. Den Auftakt machte Christian Mayer, der Salbei, Ringelblume, Hamamelis und Eiche genauer vorstellte, aber auch eine Übersicht über Arzneipflanzen gab nach dermatologischen Problemkreisen geordnet. Ebenfalls praxisnah war die Betrachtung der Salbengrundlagen nach ihren spezifischen Eigenschaften samt ein paar pfannenfertiger Rezepte.

Michael Walkenhorst ging auf die Anwendung von Arzneipflanzen in der Ethnoveterinärmedizin ein: Von den 15 meistverwendeten Pflanzen werden nicht weniger als 13 Arten bei Hautproblemen eingesetzt. Zwei Fallberichte bewiesen, dass auch einfache Teeanwendungen sehr erfolgreich sind: einmal bei einem geröteten Auge beim Rind und einmal bei der klassischen Rinderflechte. Ursula Glauser stellte geeignete Pflanzen zur Behandlung von Kaninchen vor: Johanniskraut, Ringelblume, Walnuss, Brennnessel und Storchenschnabel helfen bei Verletzungen, wunden Läufen, bei Ohrmilben und zur allgemeinen Verbesserung der Vitalität und damit auch der Hautgesundheit.

Den interessanten Nachmittag schloss Cäcila Brendieck-Worm mit einem Gruselkabinett an massiven Verletzungen, die dank Ausdauer und Geduld und unter Mithilfe von Arzneipflanzen zu einem guten Ende kamen. Besonders ging sie auf die Haut als Spiegel der Gesundheit ein und zeigte, wie man mit Scharfsinn und dem Wissen über die Meridianverläufe den Ursachen von Hautveränderungen auf den Grund kommt.