Fähigkeitsprogramm Veterinärmedizin 2018 Fähigkeitsprogramm SMGP-vet (pdf)

Link zu Fähigkeitsprogramm Phytotherapie SMGP 2018 , Programme de formation SSPM 2018

Datum / Ort Kurs / Thema / Inhalte
Kurs 11 Phytotherapie in der Pädiatrie
Donnerstag
18.01.2018
Wädenswil
Die meisten pflanzlichen Arzneimittel weisen eine grosse therapeutische Breite bei geringem Risiko für den Organismus auf - ideale Voraussetzungen für die Medikation in der Neonatologie. Während in der Volksmedizin Heilpflanzenanwendungen an Kindern weit verbreitet sind, spielen sie in der ärztlichen Behandlung kaum mehr eine Rolle. Angst vor Nebenwirkungen und Verunsicherung über die Vorsichtsmassnahmen und Alterslimitierungen, wie sie in Patienten- und Fachinformation registrierter Produkte oft aufgeführt werden, dürften Grund dieser Zurückhaltung sein. Wie können wir in der Phytotherapie damit umgehen? Der Kurs sucht Antworten und gibt Hilfestellungen.
Für VeterinärmedizinerInnen: Jungtiere sind ein wichtiges Klientel in der Gross- und Kleintierpraxis. Ihr Immunsystem ist noch im Aufbau und Infektionskrankheiten sind deshalb nicht selten. Die Phytotherapie bietet sich zur Unterstützung der Behandlung an; Arzneipflanzen mit paramunitätsinduzierenden Komponenten, wie zum Beispiel Echinacea oder Kaffee, spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine gezielte Geburtsvorbereitung und Geburtsbegleitung schaffen zudem gute Startbedingungen für die Neugeborenen.
Kurs 2 Phytotherapie bei Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes
Beginn des neuen Ausbildungs-Zyklus
Donnerstag
22.03.2018
Wädenswil
Die Zahl der Arzneipflanzen, die bei Störungen im Magen-Darm-Trakt eingesetzt werden, ist gross und vielfältig. Bitterstoffdrogen, Ballast- und Schleimstoffe, Laxantien, Entzündungshemmer, Gerbstoffe – sie alle entfalten im Kontext der verschiedenen Heilpflanzen unterschiedliche Wirkungen. Ihre Indikationen werden umfassend besprochen.
Für VeterinärmedizinerInnen: Durchfallerkrankungen sind bei Ferkeln und Kälbern von grosser Bedeutung und leider auch eine häufige Todesursache. Im Mittelpunkt der Therapie steht die Rehydratation. Die orale Rehydratation wird durch das Eingeben von Tees erfolgreich unterstützt. Dieses Vorgehen ist nicht auf die Nutztiere beschränkt und kann, wie einige Fallbeispiele belegen, durchaus auch bei Pferden und Hunden angewendet werden. Ob Sekundärstoffpflanzen ein Potential in der Endoparasiten-Kontrolle haben könnten, zeigt ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung. Stoffwechsel und Leber von Milchkühen sind im ersten Laktationsdrittel durch die hohe Milchleistung stark gefordert. Arzneipflanzen können sie dabei unterstützen. Verstopfung kommt in der Pferde- und Kleintierpraxis regelmässig vor. Arzneipflanzen helfen bei der Bewältigung dieser Problematik.
PhytoVet-Zirkel
Donnerstag
26.04.2018
Frick
Zwei Mal pro Jahr treffen sich an der Phytotherapie interessierte Tierärztinnen und Tierärzte zum Erfahrungsaustausch am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick. Es besteht die Möglichkeit, sich über Fälle im phytotherapeutischen Bereich auszutauschen, Informationen zu sammeln, Fragen zu stellen etc.
Programm PhytoVet-Zirkel (pdf)
Wiederholung Sommerexkursion 2017 im Frühjahr 2018
Fr/Sa
4./5. Mai 2018
Arlesheim
Ausgebucht!
Die Sommerexkursion 2017 stiess auf grosse Resonanz: Bericht1, Bericht2, Bericht3. Nicht alle InteressentInnen konnten teilnehmen. Die Exkursion wird deshalb noch einmal angeboten. Besammlungsort: Arlesheim. Am Freitag: 100 Jahre Iscador®. Mistel im Fokus. Lokale und natürliche Standorte, Produktion, Klinik. Besuch in der Klinik Arlesheim (ehemals Ita-Wegmann-Klinik). Am Samstag: Pharmakobotanische Exkursion entlang der renaturierten Birs am Morgen, Abschluss im Merian-Park am Nachmittag. Maximale Teilnehmendenzahl: 25.
Kurs 1 Grundkurs Phytotherapie
(mindestens 20 Anmeldungen bis zum 15.4.2018 erforderlich)
Der Kurs wird jährlich durchgeführt. Maximal 30 Teilnehmende!
Do/Fr/Sa
07.-09.06.2018
Engelberg
Ausgebucht!
Grundkurs bedeutet, sich während drei Tagen vertieft mit Phytotherapie auseinanderzusetzen. Der Grundkurs versucht eine Basis zu legen. Themen sind Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln, Qualitätsaspekte, phytotherapeutisches Grundsortiment, Literatur sowie Phytotherapie im schweizerischen Gesundheitswesen, insbesondere Regelungen des Heilmittelgesetzes und bei den Sozialversicherungen. Grundkurs bedeutet aber auch, den Arzneipflanzen in ihrer natürlichen Umgebung näher zu kommen.
Ausgebucht! Mit dem Fähigkeitsprogramm kann auch ohne Kurs 1 gestartet werden dank modularem Aufbau
Alternative bei guten Französischkenntnissen: Cours de base 25.-27.05.2018
Für VeterinärmedizinerInnen: Im Gegensatz zur Humanmedizin behandelt die Tiermedizin verschiedene Tierarten. Das stellt besondere Ansprüche an Dosisfindung, Anwendungspraxis und Wissen um die Verträglichkeit. Auch unterscheidet sich die Rechtslage erheblich. Ein gesonderter Kursteil widmet sich diesen spezifisch veterinärmedizinischen Themen und stellt auch die veterinärphytotherapeutische Literatur vor. Mit Hilfe von Fällen aus der Klein-, Gross- und Pferdepraxis wird in Gruppenarbeit ein erstes phytotherapeutisches Grundsortiment erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Chancen und Grenzen des Einsatzes von Phytotherapeutika beim Tier.
  Sommerexkursion: 102 Jahre Dixa Heilkräuter und Gewürze – Besuch im Garten von A. Vogel in Teufen – Bergflora auf der Ebenalp
Fr/Sa
29./30.06.2018
Ausgebucht!
Die Sommerexkursion führt wieder einmal in die Ostschweiz. Zu einer Betriebsbesichtigung sind wir bei der Firma Dixa AG in St. Gallen eingeladen. Dort gibt es im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Arznei- und Nahrungspflanzen viel zu entdecken auf der Basis von mehr als hundertjähriger Kompetenz. Dnach geht es weiter in den Kanton Appenzell mit einem Besuch im Pflanzengarten von A.Vogel in Teufen . Nach der Nacht in Appenzell wartet auf der Ebenalp alpine Flora in hoffentlich voller Blüte auf die Teilnehmenden, deren maximale Zahl auf 25 begrenzt ist.
  Herbstexkursion
Samstag
22.09.2018
Ausgebucht
15.09.2018
Nach insgesamt 6 Frühjahrsexkursionen wird im Jahr 2018 erstmals eine Herbstexkursion angeboten. Wir werden von Küttigkofen SO durch das Mühletal und den herbstlichen Wald zum Bitzihof auf dem südwestlich von Solothurn liegenden Bucheggberg wandern und uns mit den Früchten verschiedener Sträucher sowie den Rinden zahlreicher Bäume beschäftigen. Nach einem Mittagessen aus dem Rucksack erkunden wir den auf Biodiversität ausgerichteten Nutzgarten unserer Mitglieder Barbara Suter und Richard Bolli. Wir ernten nach Möglichkeit schon unterwegs Früchte. Das Sammelgut und im Garten Geerntetes verarbeiten wir zu einer Hausspezialität, die wir mitnehmen können. Ein fruchtiger Bitzihof-Zvieri schliesst diesen Tag ab. Eine Exkursion, die der Phytotherapie und der Ernährung gewidmet ist.
Abfahrt Postauto um 09:06 Uhr ab Bahnhof Lohn-Lüterkofen (per RBS von Bern und Solothurn her bequem erreichbar; P+R). Rückfahrt 16:45 Uhr ab Tscheppach Post zurück zum Bahnhof Lohn-Lüterkofen mit Anschluss in alle Richtungen. Maximal 25 Teilnehmende. Bei Bedarf wird die Exkursion doppelt geführt. Ersttermin ist der 22. September 2018.
Kurs 3 Phytotherapie bei Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems
Donnerstag
27.09.2018
Wädenswil
Es begann mit den herzwirksamen Glykosiden. Diese spielen heute keine grosse Rolle mehr, doch andere Pflanzen sind in den Vordergrund gerückt. Themen sind: Herzbeschwerden, cerebrale und periphere Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose, hoher und tiefer Blutdruck, sowie deren Behandlungsmöglichkeiten mit pflanzlichen Arzneimitteln. Dazu gehört auch die Ernährung, in der die Pflanzen eine wichtige Rolle spielen.
Für VeterinärmedizinerInnen: Hunde und Katzen sind in unserer Gesellschaft kaum noch im Dienst, sondern werden fast ausschliesslich als vierbeinige Begleiter des Menschen betrachtet. Auch Pferde gehören zunehmend in den Kreis der „companion animals“. Bedingt durch mangelnde Bewegung, Überernährung und zunehmende Lebenserwartung haben Zivilisations- und Alterskrankheiten Einzug in das Erkrankungsspektrum der Kleintiere und Pferde gehalten. Herz- und Kreislauferkrankungen sind ein wesentlicher Teil davon. Veterinärphytotherapeutische Möglichkeiten zur Behandlung dieses Krankheitskomplexes stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
PhytoVet-Zirkel
Donnerstag
11.10.2018
Frick
Zwei Mal pro Jahr treffen sich an der Phytotherapie interessierte Tierärztinnen und Tierärzte zum Erfahrungsaustausch am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick. Es besteht die Möglichkeit, sich über Fälle im phytotherapeutischen Bereich auszutauschen, Informationen zu sammeln, Fragen zu stellen etc.
Kurs 5 Phytotherapie bei Erkrankungen der Atemwege
Donnerstag
25.10.2018
Wädenswil
Die Vielfalt der Phytotherapie widerspiegelt sich gerade in der Behandlung von Erkältungskrankheiten. Der Kurs zeigt die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Prophylaxe und Therapie: Teezubereitungen, Inhalationen, lokale oder orale Applikationen, Wickel, etc. basierend auf einer Vielzahl von Arzneipflanzen.
Für VeterinärmedizinerInnen: Atemwegserkrankungen spielen bei allen Haustierarten eine bedeutende Rolle. Die Phytotherapie unterstützt in der Veterinärmedizin die Heilung von Atemwegserkrankungen auf vielfältige Weise. Pflanzen mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen sind von grosser Bedeutung. Besonders bei Rindern und Pferden als reine Pflanzenfresser eignet sich die prophylaktische und therapeutische Anwendung von Arzneipflanzen hervorragend und kann eine Möglichkeit sein, den Einsatz von chemisch-synthetischen Arzneipflanzen zu reduzieren.
  33. Schweizerische Jahrestagung für Phytotherapie
Ätherische Öle – Potential und Klinik
Donnerstag
22.11.2018
Baden
Die ätherischen Öle sind ein wichtiges Element der Phytotherapie. Sie haben ein grosses Potential bei verschiedensten Indikationen. Vertieft betrachtet wird die Anwendung in der Psychiatrie, bei Schmerzen, in der Dermatologie und in der Urologie. Als potentielle Alternativen zu Antibiotika stehen sie im Fokus aktueller Diskussionen. Auch dieses Thema wird aufgenommen. Betrachtungen zu den Aromatogrammen werden in Referaten zur Humanmedizin wie auch im nachmittäglichen Parallelworkshop Veterinärmedizin vermittelt. Natürlich stehen auch die Rezeptoren im Blickpunkt. Das sind Gründe genug, das Thema der 12. Schweizerischen Jahrestagung für Phytotherapie aus dem Jahr 1997 wieder aufzunehmen.