Komplettes Fort- und Weiterbildungsprogramm SMGP
Spezielle Ausschreibungen und Programme für Veterinärmedizin:
| Datum / Ort |
Kurs / Thema | Inhalte |
| 2012 | Weiterbildung SMGP-vet 2012 (pdf) | |
|
Donnerstag |
Kurs 8 |
Das Vertrauen in die pflanzlichen Arzneimittel in diesem Therapiebereich war bis vor kurzem nicht sehr hoch. Mittlerweile gibt es aber Zubereitungen aus Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), Arnika und Beinwell, die den Vergleich mit bekannten synthetischen Zubereitungen nicht scheuen und klinisch dokumentiert sind. Für Veterinärmediziner/-innen: Insbesondere bei Pferden und Hunden sind Erkrankungen des Bewegungsapparates und die damit verbundenen Schmerzen ein häufiges Erkrankungsbild. Zum Einsatz kommen hier unter anderem Teufelskralle, Weidenrinde und Weihrauch. Neben der therapeutischen Bedeutung werden diese Arzneipflanzen jedoch zum Teil auch als Dopingmittel im Pferdesport eingestuft. Auch auf diese Problematik wird intensiv eingegangen. |
|
Donnerstag |
Kurs 9 |
Es gibt es viele Arzneipflanzen, die in der Dermatologie ein hohes Potential haben. Die aktuelle Forschung beschäftigt sich wieder vermehrt mit der Anwendung von Pflanzen und Naturstoffen in der Dermatologie. Die Angst vor Allergien ist meist unbegründet. Für Veterinärmediziner/-innen: Auch in der Veterinärphytotherapie spielen Arzneipflanzen in der Behandlung von Hauterkrankungen eine grosse Rolle. Ringelblume, Zaubernuss und Salbei sind drei typische Vertreter aus dem therapeutischen „Blumenstrauss“ in diesem Indikationsbereich. Quer durch alle Tierarten sind neben der Wundbehandlung auch infektiöse und degenerative Hauterkrankungen häufige Anwendungsgebiete für die Phytotherapie. |
|
Samstag, |
Frühjahrsexkursion | Die Spätsommerexkursion wird im Jahr 2012 erstmals durch eine Frühjahrsexkursion abgelöst. Sie führt uns in den Kanton Schaffhausen, wo dank besonderer geologischer Verhältnisse eine ganz spezielle Flora zu entdecken ist. Im Frühjahr natürlich besonders reich an Blüten. |
| Do/Fr/Sa 07.-09.06.2012 Engelberg |
Kurs 1 |
Dank modularem Aufbau des 11-teiligen Weiterbildungsprogramms ist der Einstieg jederzeit möglich. Die Veranstaltungen können also auch einzeln besucht werden. Im Frühsommer 2012 ist ein idealer Zeitpunkt, den Einstieg zu wagen. Der Grundkurs versucht eine Basis zu legen. Themen sind Herstellung von Phytopharmaka, Qualitätsaspekte, phytotherapeutisches Grundsortiment und Literatur. Grundkurs bedeutet aber auch, den Arzneipflanzen in ihrer natürlichen Umgebung näher zu kommen. Für VeterinärmedizinerInnen: Im Gegensatz zur Humanmedizin stellen tierartspezifische Unterschiede hinsichtlich der Dosisfindung, der Anwendungspraxis und der Verträglichkeit besondere Ansprüche an phytotherapeutisch tätige Tierärztinnen und Tierärzte, auch unterscheidet sich die Rechtslage erheblich. Nicht zuletzt ist in den letzten Jahren vermehrt auch phytotherapeutische Literatur für die Veterinärmedizin auf den Markt gekommen. Ein gesonderter Kursteil widmet sich diesen spezifisch veterinärmedizinischen Themen. |
|
Freitag/Samstag |
Sommerexkursion | Die Spätsommerexkursion führt wieder einmal ins Tessin, diesmal mit dem Ansatz, die spezielle südliche Alpenflora zu studieren. |
|
Donnerstag |
Kurs 10 |
Pflanzen werden nicht nur in der Phytotherapie eingesetzt. Sie spielen beispielsweise auch in der anthroposophischen und traditionellen chinesischen Medizin eine Rolle. Die Mistel und ihre Zubereitungen werden speziell betrachtet. Daneben werden erfolgreich erprobte ganzheitliche Konzepte etwa, bei der Behandlung von Leberstörungen und in der Onkologie/Palliativmedizin präsentiert. Für Veterinärmediziner/-innen: Der therapeutische Einsatz von Mistelpräparaten spielt auch in der Veterinäronkologie eine wachsende Rolle. Die traditionelle chinesische und traditionelle europäische Medizin umfasst ebenfalls zahlreiche Beispiele für den Einsatz von Kräutern. |
|
Donnerstag |
27. Schweizerische Jahrestagung für Phytotherapie: Infektionskrankheiten Leadership für Phytotherapie? |
Die 27. Schweizerische Jahrestagung präsentiert sich unter einem ziemlich provokativen Thema: Seit Jahrzehnten wird diskutiert, ob Naturstoffe aus Pflanzen oder gar Vielstoffgemische die Antibiotika eines Tages ablösen können und dass Pflanzen im Kampf gegen Viren erfolgreich sein können. Was lässt sich daraus aus der Sicht der Phytotherapie ableiten? Diesen und solchen Fragen soll diese Tagung nachgehen. Für Veterinärmediziner/-innen: In einem eigenen Workshop sollen Möglichkeiten zur phytotherapeutischen Behandlung von Infektionskrankheiten in der Veterinärmedizin vorgestellt und diskutiert werden. |